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Uferbiotope


© Michael Pütsch
Foto: Ufer © Michael Pütsch

Uferbiotope sind neben Still- und Fließgewässern ein dritter Gewässerlebensraum für Pflanzen und Tiere. Charakteristisch für sie ist die Verzahnung von Wasser- und Landlebensraum, wo eine direkte Wechselwirkung zwischen Gewässer und angrenzender Fläche besteht.

Uferbiotope – Lebensraum für Pflanzen und Tiere

Diese Wechselwirkung besteht ständig, sie ist jedoch von unterschiedlicher Reichweite oder eine Überflutung von unterschiedlicher Dauer.
Das Wurzelwerk von  Röhrichten an  Seen oder von Erlen am Bachufer steht z.B. permanent mit dem Gewässer in Verbindung. Ein Beispiel für eine zeitweilige Überflutung ist die  Weichholzaue, die bei normalem Hochwasser mindestens einmal jährlich überflutet wird, die  Hartholzaue dagegen nur bei Spitzenhochwasser in weitaus größeren zeitlichen Abständen. Dennoch gehört auch die Hartholzaue zu den Uferbiotopen, weil ihre Struktur von diesen Überschwemmungsereignissen gestaltet wird und die darin lebenden Organismen daran angepasst sind – ohne Bach oder Fluss gibt es keine Aue.

Größe von Uferbiotopen

Die Größe der Uferlebensräume hängt vor allem mit dem Geländeprofil zusammen. Steigt der Boden vom Gewässer aus sehr schnell an (im Extremfall als Steilufer), wird rasch trockener Boden erreicht und der Abschnitt der Uferbiotope ist kurz. Steigt der Boden allmählich an, können die Uferbiotope große Flächen einnehmen.
Die Größe der Uferlebensräume ist ebenso abhängig von der Art des Untergrundes: Auf felsigem Untergrund wird man kaum ausgeprägte Uferlebensräume finden, auf tiefgründigem Boden (d.h. ein nicht von verhärteten Schichten durchsetzter Boden) mit guter Wasserspeicherung sind diese Lebensräume besser ausgeprägt, da Wurzeln tief in die Erde eindringen können.

Uferbiotope an Still- und Fließgewässern

Man kann zwischen Uferbiotopen, die eher entlang von  Stillgewässern vorkommen, und Uferbiotopen, die eher entlang von  Fließgewässern zu finden sind, unterscheiden.

Typische Uferbiotope an Stillgewässern:
 Röhrichte, Sumpfzonen, Feuchtwiesen

Typische Uferbiotope an Fließgewässern:
Quell- und Bachfluren,  Hochstaudensäume,  Bachauwälder,  Weich- und  Hartholzauen

Aber auch in Bachauen finden sich kleinere  Sumpfzonen und  Feuchtwiesen, entlang von Flüssen wachsen  Röhrichte und am Rand von  Seen können Weidengesellschaften der Aue oder  Hochstaudenfluren vorkommen.

Typische Tiere und Pflanzen hängen von der Art des Biotops ab. An Bachufern z.B. kommen typische Bachpflanzen wie Laichkraut,  Pfennigkraut oder   Pfeilkraut vor, oder auch typische Röhrichtarten wie  Flutender Schwaden und  Rohrglanzgras. An Gräben ist die  Sumpfdotterblume häufig. Typische Tiere der Röhrichtgürtel sind zahlreiche  Vogel- und Insektenarten.

Natursport an Uferbiotopen

betroffene Tierarten

 Amphibien;  Fische;  Flusskrebse;  Makrozoobenthos;  Reptilien;  Säugetiere;  Vögel,  Libellen


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