Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Tauchen


© Christoph Giese
Foto: Taucher © Christoph Giese

Die Schönheit und Vielfalt einer intakten Unterwasserwelt und die zahlreichen Erlebnismöglichkeiten sind für viele die entscheidenden Aspekte, Tauchen zu gehen. Neben den einzigartigen Unterwasserlandschaften in heimischen  Seen oder auch in Meeren überall auf der Welt, fasziniert neben dem Naturerlebnis und der sportlichen Betätigung vor allem das Gefühl der Schwerelosigkeit. Denn im Gegensatz zum Schnorcheln ist der gesamte Körper unter der Wasseroberfläche und kann sich in allen drei Dimensionen frei bewegen. Was Astronauten der weite Raum bedeutet, ist für Taucher das Schweben im weiten Blau der Meere und Seen. Abenteuer, Entdeckergeist und Mystik sind natürlich auch immer mit dabei.

Weil Tauchen eine Natursportart ist, wird der Schutz der Umwelt unter Tauchern besonders groß geschrieben. Der  Verband Deutscher Sporttaucher e. V. (VDST) war einer der ersten Sportverbände, der Leitlinien für eine umweltverträgliche Sportausübung ausgearbeitet hat. Ob Tauchanfänger, erfahrene Taucher oder Tauchlehrer, die Leitlinien geben vor, den Sport so auszuüben, dass in Lebens- und Naturräumen, die von Tauchern genutzt werden, kein Schaden entsteht: Tiere, Pflanzen, geologische Formationen und archäologische Objekte bleiben so erhalten. Dies wird bereits in der Grundausbildung vermittelt und zieht sich dann durch alle weiteren Aus- und Fortbildungsstufen.

Tauchen und Natur

Beschreibung der Sportart

Grundsätzlich wird zwischen „Schnorcheln“ und „Tauchen“ unterschieden. Zum Schnorcheln benötigt man nur die sogenannte ABC-Ausrüstung, die aus einer Tauchmaske (die auch die Nase einschließt), einem Schnorchel und Flossen besteht. Während durch den Schnorchel geatmet wird, lässt sich die Unterwasserwelt von der Wasseroberfläche aus beobachten. Durch Anhalten der Luft ist es möglich Abzutauchen, je nach Kondition unter Wasser zu bleiben und die Unterwasserwelt schwimmend zu erkunden.

Möchte man länger „unten bleiben“ und auch größere Tiefen aufsuchen, benötigt man eine komplette Sporttauchausrüstung. Die ABC-Ausrüstung wird unter anderem durch eine Tarierweste und ein Drucklufttauchgerät (DTG) ergänzt, welches den Taucher mit Pressluft versorgt.
Immer auf der Suche nach unvergesslichen Motiven verbinden auch Unterwasser-Fotografen große Freude mit ihrem kunstvollen Hobby unter Wasser.

Wirkung der Natur auf den Sportler

Fragt man Taucher danach, was Ihnen an ihrem Sport am meisten gefällt, sind es oft „Entspannung“, „Ruhe und Frieden“, „wunderschöne Naturlandschaften“, „Abenteuer“ oder auch das „gemeinsame (Natur-)Erlebnis“. Tauchen ist eine ideale Kombination, um mit dem Tauchpartner beim Sport etwas über den eigenen Körper, technische Vorgänge und natürlich die Natur zu lernen. Während der Tauchgänge entdeckt man neue Welten, die nichttauchenden Menschen verschlossen bleiben. Die vielfältigen und andersartigen Unterwassertiere und -pflanzen oder auch die faszinierende Unterwasserumgebung liefert dann die entscheidenden Anreize, sich intensiv mit der Natur auseinanderzusetzen – und diese auch schützen zu lernen.

Naturraum: Heimische Gewässer

Als Tauchgewässer kommen neben wenigen  Fließgewässern hauptsächlich  Stehgewässer in Frage, und hier vorrangig  Seen, Baggerseen und Talsperren. Stehgewässer sind stark variierende Lebensräume (Nährstoffgehalt, Tiefe, Relief etc.), die viele unterschiedliche Lebensgemeinschaften beherbergen. Ein nährstoffarmer See kann oft Sichtweiten über 15 Meter aufweisen, während in nährstoffreichen Seen die Sichtweite oft kleiner als 2 Meter sein kann – dabei sind die Sichtweiten oftmals ein Indikator für den Nährstoffgehalt eines Gewässers. Bei den Fließgewässern sind es meist klare  Bergflüsse, die zum Flusstauchen genutzt werden.

Naturraum: Mittelmeer und tropische Meere

Das Mittelmeer und tropische Korallenriffe sind schon seit den frühen Jahren des Sporttauchens Hauptreiseziele für Taucher. Tauchattraktionen im Mittelmeer sind vor allem die üppig bewachsenen Felsen, Steilwände und Schiffwracks. In den letzten Jahren sind es „neue Arten“ ( Neobiota), die vor allem im östlichen Mittelmeer – hier aus dem Roten Meer über den Suezkanal kommend – vermehrt zu beobachten sind. In tropischen Gewässern ziehen die enorme Artenvielfalt, große Sichtweiten und die Aussicht auf Großfische wie Haie oder Mantas oder Säuger wie Delphine zu treffen, Taucher aus aller Welt an.

Anforderungen an den Naturraum

Wie jede Natursportart stellt auch das Tauchen einige Anforderungen an den Naturraum: hier an das Wasser. Dabei wird zunächst zwischen den Gewässerarten unterschieden, in welchen Tauchersportler ihre Sportart ganzjährig, bei Tag und Nacht  ausüben. Diese sind:

  • heimische Seen oder Flüsse,
  • Ost- (und Nordsee),
  • Mittelmeer sowie
  • tropische Meere und Korallenriffe.

Hierbei werden Ansprüche gestellt an:

  • Die vorhandene Infrastruktur in der näheren Umgebung des Tauchplatzes, wie Anfahrtswege oder vorhandene Parkmöglichkeiten vor Ort, das Vorhandensein von sanitären Anlagen, eine gut erreichbare medizinische Versorgung in der näheren Umgebung, befestigte und ausgewiesene Zugänge/Einstige ins Wasser oder auch die Möglichkeit Flaschenfüllstationen aufzusuchen.
  • Ebenso wichtig sind auch die Qualität des Tauchgewässers, dessen Sichtweiten oder die Temperatur und natürlich nicht zuletzt.
  • Die vorhandene biologische Vielfalt, die die Sporttaucher mit ihrer Mannigfaltigkeit in den Bann zieht.

Auswirkungen auf den Naturraum

Bei der Ausübung der meisten Sportarten im Naturraum treffen zwei grundsätzlich divergierende Interessen aufeinander, die es zusammenzuführen gilt. Auch hier muss generell zwischen den Gewässerarten unterschieden werden.

Heimische Seen:
So sind beispielsweise besonders kleine, natürliche  Seen mit durchgehendem Bewuchs sowie nährstoffarme Gewässer sensibel. Bei größeren Seen ist die ökologische Empfindlichkeit von bestimmten Gewässerzonen, wie Schilfgürtel, Schwimmblattzone, Unterwasserwiesen oder Gewässergrund, zu beachten. Besondere Rücksicht erfordert das Tauchen vor allem auch während der Brut- und Laichzeit, aber auch in den Dämmerungsstunden. Hier sorgt eine solide und umfassende Tauchausbildung für entsprechende Kenntnisse und Rücksichtnahme, denn unerfahrene Taucher können leicht Schäden verursachen, auch wenn dies unbeabsichtigt ist. Eine Einteilung in „für Anfänger gut betauchbare“ und „für erfahrene Taucher geeignete“  Gewässer ist daher sinnvoll und nötig.
Mögliche Auswirkungen des Tauchsports auf den Naturraum können bereits vor dem eigentlichen Tauchgang beispielsweise bei der Vorbereitung oder beim Ein- und Ausstieg entstehen. Diese können jedoch mit rücksichtsvollem Verhalten weitgehend vermieden werden und sind nur dann schwerwiegend, wenn sie sensible Gewässerbereiche betreffen.

Auswirkungen auf Uferbereiche in Vorbereitung des Tauchgangs:

  • Fahren zum Uferrand und „wildes“ Parken mit dem Auto kann zur Störung von Tieren, Beschädigung von Pflanzen, Bodenverdichtung und -erosion und Belastung des Bodens durch Schadstoffe führen.
  • Der Transport, das Lagern und Ausbreiten von Tauchgeräten kann Trittschäden an Pflanzen verursachen, zu Bodenverdichtung und -erosion führen.
  • Der beim Füllen von DTG und beim Ausblasen von Ventilen entstehende Lärm kann Tiere und andere Erholungssuchende stören.

Auswirkungen auf ufernahe Gewässerbereiche und Flachwasserzonen beim Ein- und Ausstieg und Schnorcheln:

  • Falls keine Stege oder Kiesausschüttungen vorhanden sind, kann es zur Störung von Tieren (vor allem von
     Vögeln in Schilfgürteln), zur Beschädigung von Pflanzen, Schädigung von Bodenorganismen, Wassertrübung und Beeinträchtigung der Photosynthese kommen. (siehe  Röhricht)
  • Beim Schnorcheln oder Tauchen in der Schwimmblattzone und in Flachwasserbereichen können durch Sedimentaufwirbelung Tiere wie beispielsweise
     Amphibien oder Kleinfische gestört sowie durch z.B. Verfangen in Tauchgeräten Pflanzen, Fisch- und Amphibienlaich zerstört werden.

Auswirkungen auf Unterwasserbereiche und Gewässergrund beim Tauchgang:

  • Beim Tauchen durch Unterwasservegetation kann diese z.B. durch heftige Wasserbewegungen oder Abreißen durch Tauchausrüstungsgegenstände beschädigt werden; betroffen sind z.B. häufig Armleuchteralgen, die schnell abbrechen.
  • Taucht man zu nah am Grund oder setzt auf dem Grund auf, wird das Sediment aufgewirbelt oder es kommt durch den Flossenschlag zu einer Wassertrübung, was zu Sedimentablagerungen auf Pflanzen und somit zu einer Beeinträchtigung der Photosynthese führen kann. Eine weitere Folge kann Eutrophierung durch Nährstofffreisetzung aus dem Sediment sein.
  • Das Verfolgen, Berühren und Füttern von Fischen beunruhigt diese und verändert ihre Fressgewohnheiten. Die Störung von Fischen kann, vor allem während den Wintermonaten, zu Energieverlust führen.
  • Das Tauchen bei Nacht kann  Fische in der Nachtruhe stören.

betroffene Lebensräume

 Uferbiotope;  Bäche und Flüsse;  Seen;  Hochgebirge

 


Naturverträgliches Tauchen

Tauchen ist eine ausgesprochen faszinierende Natursportart, die mit ganz unterschiedlichen Beweggründen überall auf der Welt ausgeübt wird. Damit die Natur nicht geschädigt wird, sollte am Anfang eines jeden Taucherdaseins immer eine fundierte tauchsportliche Ausbildung stehen, in der vor allem auch das Bewusstsein für ein umweltverträgliches Verhalten geschult wird.
Eigens dafür wurden bereits in den 1990er Jahren vom
 Verband Deutscher Sporttaucher als einem der ersten Sportverbände „Leitlinien für einen umweltverträglichen Tauchsport“ ausgearbeitet. Diese Leitlinien fließen in die Tauchausbildung ein und halten alle Sporttaucher an, ihren Natursport so auszuüben, dass in Lebensräumen, in denen getaucht wird, kein Schaden entsteht und Tiere, Pflanzen, geologische Formationen und archäologische Objekte erhalten bleiben. Nach diesen Leitlinien wird jeder verantwortungsbewusste Taucher schon bei der Möglichkeit einer Schädigung von Natur oder kulturhistorischen Objekten unaufgefordert und selbstverständlich auf die Ausübung des Tauchens verzichten und seine persönlichen Interessen zurückstellen. Diese Verantwortung beschränkt sich dabei nicht nur auf das jeweilige Gewässer, sondern schließt generell vermeidbare Beeinträchtigungen der Umwelt und der Umgebung mit ein. Dazu gehört vor allem auch das Einholen von Informationen über  Gewässer und Umgebung vor dem Tauchgang.
Für umfangreiche Informationen zu heimischen Seen und Tauchplätzen steht das  Tauchseen-Portal des Verbandes Deutscher Sporttaucher bereit. Jeder Interessierte findet hier detaillierte Informationen zu über 500 Seen und Tauchplätzen sowie Hinweise zum natur- und umweltverträglichen Tauchen.
Aber auch das sogenannte Biomonitoring spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle: Sporttaucher können mit ihren Beobachtungen einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Gewässer leisten, indem häufig genutzte Gewässer beobachtet und positive sowie negative Veränderungen aufgezeichnet und an die relevanten Stellen weitergegeben werden. Unter anderem ist dies über das
 Tauchseen-Portal aber auch über  www.neobiota.info möglich.

 Leitlinien für einen umweltverträglichen Tauchsport (VDST)

Tauchen im Detail

Geschichte

 Flüsse,  Seen und Meere gehören seit Urzeiten zu den Nahrungsquellen vor Ort lebender Menschen. Dies hatte zur Folge, dass Gewässer bereits seit vielen tausend Jahren nutzbar gemacht, befischt und – zunächst auch ohne Hilfsmittel sondern mit einfachem Luftanhalten – betaucht wurden. Aufzeichnungen zufolge wurden so bereits 4.500 v. Chr. Muscheln, Schwämme oder Perlen gesammelt.
Apparaturen, die den Taucher mit Luft versorgen, wurden im 4. Jh.v.Chr. erstmalig von Aristoteles erwähnt. Bei zwei überarbeiteten Versionen des Werkes „de re militari“ des römischen Kriegstheoretikers Vegetius aus dem 16. Jahrhundert findet man die ersten Illustrationen eines Tauchers: Ein langer Lederschlauch verbindet den Helm des Tauchers mit der Wasseroberfläche und Tierblasen halten das Schlauchende über Wasser. Auch Leonardo da Vinci hat einen Tauchhelm mit spitzen Dornen (zur Abwehr von Unterwassermonstern) beschrieben.
Die ersten Taucherglocken (Holzkammern ohne Boden mit einem Fenster) wurden Anfang des 18. Jahrhunderts von dem Briten Edmund Halley gebaut. Heutzutage werden moderne Stahlversionen dieses Gerätes noch für den Bau von Brücken und Hafenanlagen verwendet.
1946 revolutionierten – als Weiterentwicklung des Atemreglers des Tauchers und Dokumentarfilmers Hans Hass – der Meeresforscher Jacques Cousteau und der Ingenieur Émile Gagnan durch die Erfindung der „Aqualunge“ die Taucherwelt und ermöglichten das freie Tauchen (ohne eine Verbindung zur Oberfläche mit Luftschläuchen).
Das Grundprinzip, eine Druckluftflasche, die die Luft über einen Atemregler zum Mundstück führt, ist bis heute gleichgeblieben. Das Freizeittauchen oder Sporttauchen in der heutigen Form entstand in den 50er Jahren aus dem Rettungswesen und dem wissenschaftlichen Tauchen zur Erforschung von Unterwasserregionen.

Voraussetzungen

Tauchen ist ein Sport für Jung und Alt und eine (rechtliche) Altersbeschränkungen gibt es nicht. Zum Schutz des noch wachsenden Körpers junger Menschen wird von verschiedenen Ausbildungsverbänden allerdings angeraten das vorgegebene Mindestalter einzuhalten (VDST: 12 Jahre).
Um beim Tauchen die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, sollte man zudem geistig und körperlich fit und vor allem „tauchtauglich“ sein. D.h. zunächst sollte bei einem Facharzt eine entsprechende tauchmedizinische Untersuchung durchgeführt  werden.
Tauch-Einsteiger, die noch keine Tauchausbildung haben, können beispielsweise Schnuppertauch-Angebote wahrnehmen, um den ersten Kontakt mit der Unterwasserwelt und dem Umgang mit dem Tauch-Equipment zu erfahren. Wer sicher Tauchen möchte, braucht allerdings eine professionelle und fachkundige Ausbildung, die mit einem weltweit anerkannten Brevet ausgezeichnet wird. Denn um sicher und umweltverträglich Tauchen zu können, müssen neben dem Taucherwissen auch Erfahrungen gesammelt werden – und die erlangt man nur durch eine gute Ausbildung und kontinuierliches Training. Professionelle Tauchsportorganisationen, wie beispielsweise der Verband Deutscher Sporttaucher, bieten umfangreiche Tauchkurse und themenbezogenen Spezialkurse für jeden Ausbildungsgrad an.

Ausrüstung
Für einen Tauchgang mit Pressluft wird die folgende Ausrüstung benötigt:

  • ABC-Ausrüstung (Maske, Schnorchel, Flossen)
  • Tarierweste/Jacket (eine mit Luft befüllbare, rucksackähnliche Weste, an welcher die Pressluftflasche befestigt wird und die durch Aufblasen bzw. Luft ablassen zum Tarieren genutzt wird)
  • Drucklufttauchgerät oder kurz DTG – bestehend aus einer Pressluftflasche (gefüllt mit Pressluft/Gasgemisch) und einem Atemregler
  • Zweistufiger Atemregler/Lungenautomat (beim Tauchen in kalten Gewässern wird aus Sicherheitsgründen empfohlen einen zweiten Atemregler anzubringen):
  • je nach Wassertemperatur Neoprenanzug, -handschuhe, -füßlinge oder ein Trockentauchanzug (für kalte Gewässer oder auch unter Eis).

Organisation der Sportart

Der Tauchsport ist in der deutschen Bevölkerung mit rund 420.000 Intensiv- und Gelegenheitstauchern fest verankert (Studie „Tauchen in Zukunft“, Tauchsport Industrieverband, 2010). Aus der Studie geht weiter hervor, dass über 1,2 Mio. Deutsche eine Grundausbildung im Tauchen besitzen und man schätzt, dass - zusätzlich zu den 420.000 aktiven Tauchern – noch ca. 300.000 weitere ab und zu, meint bei Auslandsurlauben, tauchen gehen.
In Deutschland vertritt der ideelle  Verband Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST) die Interessen von rd. 80.000 Mitgliedern (Stand August 2012), die in 17 Tauchsportlandesverbänden und rd. 950 Vereinen organisiert sind. Als einziger deutscher Vertreter und Mitbegründer des Welttauchsportverbandes  Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques (CMAS), bietet der VDST seinen Mitgliedern eine international anerkannte Brevetierung, die zudem durch den Europäischen Tauchsportverband (EUF) zertifiziert und durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) lizenziert ist. Zudem ist der VDST exklusiver Kooperationspartner der National Association of Underwater Instructors (NAUI).  
Weitere in Deutschland aktive Verbände, die alle nach den Richtlinien des VDST ausbilden, sind z.B.  Verband Deutscher Tauchlehrer (VDTL) oder Verband Europäischer Tauchlehrer (VETL). Die bekanntesten kommerziellen Tauchsportorganisationen sind PADI und Scuba Schools International (SSI).
In der Schweiz wird der Tauchsport vom  Schweizer Unterwasser-Sport-Verband e.V. (SUSV), in Österreich vom  Tauchsportverband Österreichs e.V. (TSVÖ) vertreten.

Varianten der Sportart

Innerhalb des Tauchsports haben sich, teilweise erst in jüngster Zeit, unterschiedliche Formen der Ausübung herausgebildet. Für einige Varianten werden spezielle, teilweise aufwendige und hochentwickelte Ausrüstungen benötigt.

Apnoe-Tauchen

Beim Apnoe-Tauchen atmet der Taucher vor dem Abtauchen ein und benutzt während des Tauchgangs nur diesen einen Atemzug. Wettkampfdisziplinen sind Zeit-, Strecken- und Tieftauchen.

Orientierungs- tauchen

Orientierungstauchen ist eine Wettkampfsportart, die Elemente des Orientierungslaufs und des Flossenschwimmens vereint. Sie verlangt vom Taucher sowohl technisches Verständnis, koordinative als auch konditionelle Fähigkeiten. Bestimmte Orientierungspunkte müssen in einem See oder anderen Gewässer möglichst schnell angetaucht werden. Eine am Körper des Tauchers befestigte kleine Boje zeigt dessen Standort an.

Unterwasser- Rugby

Unterwasser-Rugby ist eine sehr schnelle Mannschaftssportart, deren Einzigartigkeit sich dadurch auszeichnet, dass sich sowohl der Ball als auch die Spieler in drei Dimensionen bewegen. Mit Flossen an den Füßen erreichen die Spieler hohe Geschwindigkeiten. Zwei Mannschaften mit jeweils sechs Spielern versuchen einen schweren und sinkenden Ball ins gegnerische Tor zu versenken. Dieses ist ein schwerer Metallkorb, der sich in einer Tiefe von dreieinhalb bis fünf Metern am Boden des Schwimmbeckens befindet. Das Spiel findet hauptsächlich unter Wasser statt, denn anders als die Schiedsrichter mit Atemgerät, tauchen die Spieler nur auf, um Luft zu holen.

Nitroxtauchen

Die Name „Nitrox“ setzt sich aus den Bezeichnungen für Stickstoff (Nitrogen) und Sauerstoff (Oxygen) zusammen. Beide Gase sind in der Luft und auch in einem DTG vorhanden. Das Gasgemisch im (speziell auf das Nitroxtauchen ausgelegte) DTG hat jedoch beim Nitroxtauchen einen Sauerstoffanteil von 22 – 40 % (als Nitrox-Basic bezeichnet) oder sogar von mehr als 40 % (Nitrox-Advanced), unter entsprechender Reduzierung des Stickstoffanteils. Bei diesem Gasverhältnis kann sich Stickstoff bei erhöhtem Umgebungsdruck unter Wasser nicht in den gefährlichen Mengen im Blut lösen, wodurch länger in entsprechender Tiefe getaucht werden kann. Nitrox-Gasgemische werden auch als EAN (Enriched Air Nitrox) bezeichnet.

Tec-Diving

Beim Tec-Diving wird mit Gasgemischen getaucht, die zusätzlich zum Nitrox-Gemisch Helium oder andere Gase beinhalten können und u.a. auch als Tri-Mix bezeichnet werden. Diese Gasgemische sind aufwendig in der Herstellung und bedürfen einer komplexeren Dekompression beim Auftauchen, lassen aber sehr tiefe Tauchgänge zu. Hierbei wird eine gesonderte Ausbildung benötigt.

Rebreather– Diving

Als Rebreathertauchen bezeichnet man das Kreislaufgerätetauchen. Diese wurden aus Rettungsgeräten für Bergleute (Grubenretter) und U-Bootfahrer (Tauchretter) entwickelt und von Tauchpionieren wie Hans Hass und Jaques Cousteau nach dem Zweiten Weltkrieg als autonome Schwimmtauchgeräte weiterentwickelt. „Geschlossene“ Rebreathergeräte geben keine Ausatemblasen ins Wasser ab. Die für den Sporttaucherbereich verfügbaren „halbgeschlossenen“ Rebreathergeräte werden gern von Meeresbiologen, Unterwasserfotografen und Tauchern, die ein neues Taucherlebnis erfahren wollen, genutzt.

Konfliktlösungen

Weitere Konfliktlösungen