Bundesamt für Naturschutz

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Thurston, Eden; Reader, Richard J. (2001) Impacts of experimentally applied mountain biking and hiking on vegetation and soil of a deciduous forest


Diese Auswertung wurde erstellt von: Jannes Bayer

 

SPORTARTEN

Mountainbiking, Wandern/Geländelauf

 

INHALT

Mountainbiking wird oftmals vorgeworfen, mehr Vegetationsschäden als andere Aktivitäten, insbesondere das Wandern, hervorzurufen. Aufgrund dieser Behauptung wurde eine Studie zu den Auswirkungen beider Sportarten auf Bodenvegetation und Erdreich in einem Laubwald durchgeführt.

 

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN

Beide Aktivitäten können gleichermaßen unmittelbar schwere Auswirkungen hervorbringen, allerdings ist eine schnelle Wiederherstellung zu erwarten, wenn sie nicht wiederholt werden bzw. nicht wiederholt werden dürfen.

 

BEZUG/QUELLE

Diese Publikation ist in der Präsenzbibliothek "Natursportinfo" im Freihandbereich der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln einsehbar, wie übrigens die meisten in der Datenbank aufgeführten Publikationen. Die Arbeiten sind dort entsprechend ihrer Kennung (ID-Nummer, hier 2974) sortiert.
Bestellungen sind gegen Gebühr möglich mit Mail an natursportinfo@dshs-koeln.de unter Angabe der Kennung (ID-Nummer).


UNTERSUCHUNGSGEBIET (Geo-Objekt, Naturraum, Bundesland)

Laubwald im Boyne Valley Provincial Park, Ontario, Canada.

 

UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse)

Auf abgesteckten Strecken wurden jeweils fünf Untersuchungen je Aktivität, variierend nach Anzahl der durchquerenden Sportler (0, 25, 75, 200 und 500), durchgeführt.

 

BEWERTUNGSMETHODEN, KRITERIEN

Zwei Wochen nach dem Verfahren wurden der Zustand der Halmdichte und die Vielfalt der Pflanzen sowie die Bodenbeschaffenheit untersucht. Dies wurde ein Jahr nach dem Versuch wiederholt.

 

KONTROLLZUSTAND, AUSGANGSLAGE

Zustand der Halmdichte und der Vielfalt der Pflanzen sowie der Bodenbeschaffenheit vor dem Versuch.


EINWIRKUNGSART

Trittbelastung auf Bodenvegetation und Erdreich eines Laubwaldes durch Wanderer und Mountainbiker.

 

ART DER BEEINTRÄCHTIGUNG/AUSWIRKUNG

Alle untersuchten Parameter zeigten zwei Wochen nach der Versuchsdurchführung eine deutliche Verschlechterung, teilweise mit bis zu 100 % Rückgang an Artenvielfalt und Halmdichte im Vergleich zur Ausgangslage. Ein signifikanter Unterschied zwischen Belastungen durch Mountainbiker und Wanderer wurde dabei nicht festgestellt.
Ein Jahr später ließen sich keine Effekte mehr nachweisen.

BEMERKUNGEN

Die Autoren weisen abschließend darauf hin, dass weiter Untersuchungsreihen sinnvoll seien. So schlagen sie folgende Studien vor:

  • Messung mit mehr als 500 durchquerenden Sportlern
  • Unterschiede zwischen bergab (downhill) und bergauf (uphill) Durchquerungen
  • Unterschiede zwischen etablierten und neuen Strecken
  • Einbeziehung weiterer Habitate neben dem Laubwald
  • Unterschiede bei feuchten und trockenen Bedingungen