Bundesamt für Naturschutz

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Steiof, K.; Baumung, S. (1988) Beeinflussung des Zugverhaltens beim Kormoran (Phalacrocorax carbo) durch Störungen in Rastgebieten


Diese Auswertung wurde erstellt von: FÖA Landschaftsplanung

 

SPORTARTEN

Wassersport

 

INHALT

Beschrieben wird das Flug- bzw. Landeverhalten von (erschöpften) Kormoranen über Nebelbänken und in Bezug zu Rastgewässern gesetzt, die regional Minimumfaktor sein können.

 

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN

Erholungsaktivitäten an Gewässern können dazu führen, dass Kormorane diese verlassen müssen. In Abhängigkeit vom Vorhandensein von Gewässern in den Regionen können sie zu weiten Flügen - um ein geeignetes Gewässer zu finden - veranlasst werden, die zu Erschöpfungszuständen führen.

Die Bedeutung von Trittsteinbiotopen für wandernde Wasservögel wird hervorgehoben. Dieser Trittsteinfunktion sollte im Rahmen der Landschafts- bzw. Raumordnungsplanung eine Vorrangfunktion zugewiesen werden.

 

BEZUG/QUELLE

Diese Publikation ist in der Präsenzbibliothek "Natursportinfo" im Freihandbereich der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln einsehbar, wie übrigens die meisten in der Datenbank aufgeführten Publikationen. Die Arbeiten sind dort entsprechend ihrer Kennung (ID-Nummer, hier 1967) sortiert.
Bestellungen sind gegen Gebühr möglich mit Mail an natursportinfo@dshs-koeln.de unter Angabe der Kennung (ID-Nummer).


UNTERSUCHUNGSGEBIET (Geo-Objekt, Naturraum, Bundesland)

Randecker Maar, Schwäbische Alb, Baden-Württemberg

 

UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse)

Auswertung von Protokollen zu durchziehenden Kormoranen

 

BEWERTUNGSMETHODEN, KRITERIEN

Ausgehend von Überlegungen, dass v. a. in Regionen mit wenigen Stillgewässern Rastgewässer zum Minimumfaktor werden können, besonders wenn diese zudem für Erholungsaktivitäten genutzt werden, werden Verhaltensbeobachtungen zusammengestellt, die Hinweise auf Erschöpfungszustände bei Kormoranen haben.

 

KONTROLLZUSTAND, AUSGANGSLAGE

Ausgangslage


TIERART

Kormoran (Phalacrocorax carbo)

 

ART DER BEEINTRÄCHTIGUNG/AUSWIRKUNG

45 % aller ziehenden Kormorantrupps wurden an Sonntagen beobachtet; dieser Tag wird als der mit den größten Störungen angesehen.

17,5 % der Kormorane wurden an Montagen beobachtet; dies wird als Verlassen suboptimaler bis pessimaler Rastgewässer interpretiert (der Abzug kann aber sowohl aufgrund anthropogener Faktoren als auch ungünstiger Witterung erfolgen).

Es wird das Landeverhalten von erschöpften Kormoranen auf Nebelschichten beschrieben; dies wird dahingehend gedeutet, dass "aufgescheuchte Kormorane am Auffinden vo