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Rusterholz, Hans-Peter; Müller, Stefan; Baur, Bruno (2004) Effects of rock climbing on plant communities on exposed limestone cliffs in the Swiss Jura mountains


Diese Auswertung wurde erstellt von: Jannes Bayer

 

SPORTARTEN

Klettern

 

INHALT

Die Felsen des Juragebirges im Nordwesten der Schweiz beherbergen viele verschiedenen Pflanzenarten, unter ihnen auch seltene oder gefährdete Arten. Doch wie in vielen anderen Alpenregionen nimmt auch hier der Druck durch eine zunehmende Anzahl von Sportkletterern auf die Fauna zu. Um die Auswirkungen des Kletterns auf Gefäßpflanzen zu ermitteln, wurden daher im Sommer des Jahres 2001 mehrere Untersuchungen durchgeführt.

 

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN

Sportklettern in Felsen verursacht eine signifikante Veränderung der dortigen Vegetation und kann eine ernsthafte Gefahr für störempfindliche Pflanzen in Kalksteinfelsen darstellen.
Die zukünftige Handhabung des Sports in solchen Kletterfelsen könnte auf Basis eines Programms, in dem bestimmte Indikatorpflanzen auf bekletterten und nicht bekletterten Felsen beobachtet werden, erfolgen.
Daneben sollen Sportler über mögliche Konsequenzen ihrer Aktivität auf die lokale Artenvielfalt informiert werden, da sie Ein- bzw. Beschränkungen eher akzeptieren, wenn sie sich der ökologischen Gründe bewusst sind.

BEZUG/QUELLE

Diese Publikation ist in der Präsenzbibliothek "Natursportinfo" im Freihandbereich der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln einsehbar, wie übrigens die meisten in der Datenbank aufgeführten Publikationen. Die Arbeiten sind dort entsprechend ihrer Kennung (ID-Nummer, hier 2986) sortiert.
Bestellungen sind gegen Gebühr möglich mit Mail an natursportinfo@dshs-koeln.de unter Angabe der Kennung (ID-Nummer).


UNTERSUCHUNGSGEBIET (Geo-Objekt, Naturraum, Bundesland)

Vier Felsen in der Gerstelfluh nahe der Stadt Waldenburg im schweizerischen Juragebirge (Kanton Basel-Landschaft).

 

UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse)

Insgesamt 44 ausgewählte Bereiche entlang etablierter Kletterrouten wurden hinsichtlich der dort vorkommenden Gefäßpflanzen untersucht.

 

BEWERTUNGSMETHODEN, KRITERIEN

Artenvielfalt und Dichte der Pflanzen.

 

KONTROLLZUSTAND, AUSGANGSLAGE

Zum Vergleich wurden identische Untersuchungen der Vegetation auf insgesamt 48 nicht bekletterten Felsabschnitten durchgeführt.

 


EINWIRKUNGSART

Klettersport

 

ART DER BEEITRÄCHTIGUNG/AUSWIRKUNG

In den bekletterten Bereichen ließ sich insgesamt ein deutlicher Verlust sowohl der Artenvielfalt (um 30 %) wie auch der Pflanzendichte (um 50 %) feststellen.
Insbesondere die Dichte von Staudenarten und Bodendeckern war auf ihnen geringer, wohingegen sich Farne eher verbreiteten

 

ÜBERTRAGBARKEIT AUF ÄHNLICHE LEBENSRÄUME?

Verweis der Autoren auf andere Studien mit ähnlichen Untersuchungsergebnissen.