Bundesamt für Naturschutz

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Rank, Mechthild (1998) Regelungen für das Felsklettern an natürlichen Felsen des Mittelgebirges - Konflikte und Lösungsmöglichkeiten dargestellt am Beispiel des Ith


Diese Auswertung wurde erstellt von: Institut für Landschaftsentwicklung, TU Berlin

 

SPORTARTEN

Klettern

 

INHALT

Die Arbeit gliedert sich in folgende Teilbereiche:

1. Beschreibung des Konfliktes und Erläuterung des Klettersports sowie Darstellung der Lösungsansätze auf politischer Ebene seitens Klettersport und Naturschutz

2. beispielhafte Darstellung von Konfliktablauf und handelnden Akteuren am Südlichen Ith

3. Erarbeitung eines Lösungskonzeptes für den Nördlichen Ith.

Für den dritten Teil der Arbeit wurden die Felsen im Nördlichen Ith mit ihren Kletterrouten, der Vegetation und den Vegetationsschäden kartiert und bewertet. Das erarbeitete Maßnahmen- und Zonierungskonzept versteht sich als "Kompromiß-Variante" zwischen naturschutzfachlichen Erfordernissen und Interessen der Kletterer. Das Konzept wurde abschließend mit verschiedenen Interessenvertretern hinsichtlich seiner Umsetzbarkeit und Akzeptanz diskutiert.

Bei den Vertretern des Klettersports gab es im Ergebnis der Diskussion abweichende Vorstellungen über das Ausmaß der zu sperrenden Bereiche. Aus Sicht der Vertreter des Naturschutzes, wobei nur Vertreter von Behörden und Regierung befragt wurden, könnte das Konzept unter Umständen eine Anregung für das weitere Vorgehen darstellen. Konkrete Umsetzungszeiträume wurden von keiner Seite zugesagt.

 

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN

Vegetationsschäden nehmen mit steigender Frequentierung der Felsen anscheinend zu

 

BEZUG/QUELLE

Diese Publikation ist in der Präsenzbibliothek "Natursportinfo" im Freihandbereich der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln einsehbar, wie übrigens die meisten in der Datenbank aufgeführten Publikationen. Die Arbeiten sind dort entsprechend ihrer Kennung (ID-Nummer, hier 6) sortiert.
Bestellungen sind gegen Gebühr möglich mit Mail an natursportinfo@dshs-koeln.de unter Angabe der Kennung (ID-Nummer).

UNTERSUCHUNGSGEBIET (Geo-Objekt, Naturraum, Bundesland)

  • Nördlicher Ith: 34 Felsen in den Bisperoder Klippen (S. 46)/Weser-Leine-Bergland/Niedersachsen

UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse)

  • Dokumentation und Bewertung des Ist-Zustandes:
  • Kartierung von Biotoptypen und (stichprobenartig) Rote-Liste-Arten zwischen Juni und Oktober 1997
  • Expertenbefragung
  • Vergleichskartierung eines stärker frequentierten Klettergebietes (S. 51)

BEWERTUNGSMETHODEN, KRITERIEN

  • Vegetationsschäden durch Tritt, Seilführung, Sicherungen, Ausputzen etc. :
  • -V keine Keine Schäden erkennbar
  • V- gering - mittel weniger als 10% der Fläche geschädigt
  • Vo mittel 10 - 30% der Fläche geschädigt, Moose beschädigt, kleine Trampelpfade
  • V+ stark mehr als 50% der Fläche geschädigt, Trittfluren
  • Bodenschäden
  • -A keine L-Horizont (Streu-Auflagehorizont) vorhanden
  • Ao mittel L-Horizont fehlt, mineralischer Oberboden (A-Horizont) liegt frei
  • A+ Stark A-Horizont stark geschädigt oder fehlt, Gesteinsblöcke "poliert"


EINWIRKUNGSART

Stoffeintrag

Stoffaustrag

Tritt

optische und akustische Reize

TIERART ART DER BEEINTRÄCHTIGUNG/AUSWIRKUNG
Uhu im Gebiet nicht vorhanden, aber kein Brutpotential: Felsen sind zu dicht am/im Wald gelegen; der in der Nachbarschaft gelegene freie Steinbruch würde von den Tieren bevorzugt werden
Wanderfalke Ansiedlung beider Arten nicht möglich, insofern keine Belastung durch den Klettersport

Es gibt eine weitere Tabelle zu den Ergebnissen der Kartierung an 34 Felsen der Beiperoder Klippen, die aber aufgrund ihrer Komplexität nicht mit vorhandenem Content Management System dargestellt werden kann. Wir bitten um Verständnis.