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Preisler, Haiganoush K.; Ager, Alan A.; Wisdom, Michael J. (2006) Statistical methods for analysing responses of wildlife to human disturbance


Diese Auswertung wurde erstellt von: Jannes Bayer

 

SPORTARTEN

Andere Freizeitaktivitäten, Landgebundener Sport, Wassersport, Wintersport

 

INHALT

In vielen natürlichen Gebieten bewegen sich Besucher oftmals außerhalb von Wegen und Straßen und führen somit zu Störungen und schädlichen Effekten gegenüber Wildtieren. In Nord-Amerika ist beispielsweise der Gebrauch von vierrädrigen Geländefahrzeugen (Quads) seit den 1970er Jahren um das Siebenfache angestiegen. Anhand von Untersuchungen an Rotwild haben die Autoren der vorliegenden Arbeit eine GPS gestützte, statistische Methode entwickelt, um die Störwirkung menschlicher Freizeitaktivitäten auf Wildtiere zu möglichst exakt beobachten zu können.

 

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN

Die entwickelte Methode gewichtet Reaktionen von Wildtieren auf menschliche Störungen und kann somit ein verbessertes Verständnis von Wildtier-Mensch-Beziehungen und entsprechendem Schutzmanagement bieten. Des Weiteren eignet sich diese GPS und telemetrisch gestützte Methode für vielfältige Untersuchungen hinsichtlich menschlicher Störwirkungen auf Wildtiere.

 

BEZUG/QUELLE

Diese Publikation ist in der Präsenzbibliothek "Natursportinfo" im Freihandbereich der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln einsehbar, wie übrigens die meisten in der Datenbank aufgeführten Publikationen. Die Arbeiten sind dort entsprechend ihrer Kennung (ID-Nummer, hier 3030) sortiert.
Bestellungen sind gegen Gebühr möglich mit Mail an natursportinfo@dshs-koeln.de unter Angabe der Kennung (ID-Nummer).


UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse)

Entwicklung einer GPS gestützten Methode zur genauen Beobachtung und Bestimmung von freizeitbedingten Störungen auf Wildtiere.

 

BEWERTUNGSMETHODEN, KRITERIEN

Quadfahrer wurden mit GPS-Geräten ausgestattet und durchquerten eine 32 km lange Strecke innerhalb eines 1.453 ha großen Rotwild-Reservates. Vor und während der Störung wurden die Aufenthaltsorte des Rotwildes mit einem automatisierten Telemetrie-System festgehalten. Die gewonnen Daten dienten abschließend zur Entwicklung einer statistischen Methode zur Reaktionsanalyse der Tiere auf die Störungen:

Die Methode beschreibt das wahrscheinlichkeitstheoretische Fluchtverhalten der Tiere, in Abhängigkeit ihres räumlichen Tagesrhythmus, und zeigt zu erwartende Fluchtdistanzen an. Außerdem zeigen die Autoren Methoden zur Abschätzung räumlich und zeitlich eindeutiger Bewegungsvektoren auf, um den Einfluss der Landschaftsstruktur zu bewerten.

 

KONTROLLZUSTAND, AUSGANGSLAGE

Die Untersuchungen wurden an Rotwild (Cervus elaphus L.) durchgeführt, da dieses exemplarisch für eine menschlichen Störungen gegenüber sensible Art steht.


EINWIRKUNGSDAUER

Keine Angaben

 

EINWIRKUNGSART

Akustisch und visuell

 

EINWIRKUNGSGRAD

Keine Angaben

TIERART ART DER BEEITRÄCHTIGUNG/AUSWIRKUNG
Rotwild Das Rotwild reagierte schon bei relativ weiten Distanzen (> 1.000 Meter) auf die Quads und die berechneten Fluchtwahrscheinlichkeiten waren höher, wenn sich die Tiere nahe der Quadstrecken aufhielten.

ÜBERTRAGBARKEIT AUF ÄHNLICHE LEBENSRÄUME?

Die Autoren merken an, dass ihre GPS gestützte Methode für genaue und häufige Untersuchung vielfältiger Art hinsichtlich menschlicher Störungen und Wildtieren geeignet sein kann.

 

BEMERKUNGEN

Keine Angaben