Bundesamt für Naturschutz

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Patterson, I.J. (1988) Responses of Apennine Chamois to human disturbance


Diese Auswertung wurde erstellt von: FÖA Landschaftsplanung

 

SPORTARTEN

Naturbeobachtung, Wandern/Geländelauf

 

INHALT

Die Wirkung menschlicher Störungen auf das Verhalten verschiedener Altersgruppen von apenninischen Gemsen (Rupicapra pyrenaica ornata), in drei Regionen mit verschieden häufiger menschlicher Anwesenheit wird untersucht.

 

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN

Bei standardisierten Annäherungsversuchen wurde kein signifikanter Unterschied bei den Fluchtdistanzen zwischen Männchen und Weibchen oder zwischen grasenden und ruhenden Tieren gefunden, aber die Fluchtdistanzen von einjährigen und subadulten Gemsen waren statistisch bedeutend kürzer als die von jungen Adulten.

Weibchen mit Jungen hatten statistisch größere Fluchtdistanzen als Weibchen ohne Junge, obwohl dieser Unterschied nur ruhende Tiere betraf.

Die Fluchtdistanzen waren am kürzesten in der am häufigsten besuchten Region und am größten in der abgelegensten.

Es gibt Anzeichen dafür, das wiederholte Begegnung mit Menschen zur Gewöhnung führt.

 

BEZUG/QUELLE

Diese Publikation ist in der Präsenzbibliothek "Natursportinfo" im Freihandbereich der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln einsehbar, wie übrigens die meisten in der Datenbank aufgeführten Publikationen. Die Arbeiten sind dort entsprechend ihrer Kennung (ID-Nummer, hier 1670) sortiert.
Bestellungen sind gegen Gebühr möglich mit Mail an natursportinfo@dshs-koeln.de unter Angabe der Kennung (ID-Nummer).


UNTERSUCHUNGSGEBIET (Geo-Objekt, Naturraum, Bundesland)

Oberes Val di Rose, Abruzzo Nationalpark, Italien

 

UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse)

Im Juli 1986 wurden drei Gebiete mit unterschiedlicher Störintensität untersucht: Passo Cavuto (stark von Sommer-Wanderern frequentiert), Bocanera (keine Wanderer, aber häufige Anwesenheit von Naturbeobachtern), Sterpi d"Alto (geringe Störungsraten). In jedem Gebiet wurden bis zu 30 Gemsen, einige davon individuell markiert, beobachtet. Anhand des Verhältnisses zwischen Horn- und Ohrlänge konnte jedes Tier einer Altersklasse zugeordnet werden.

Reaktionen auf von Wanderern ausgelöste Störereignisse wurden vielfach beobachtet, jedoch war die Reaktion in Abhängigkeit von vielen Faktoren sehr variabel, so dass in dieser Studie nur standardisierte Störreize ausgewertet wurden: Ein Beobachter näherte sich ruhig und ohne Lärm mit einer Geschwindkigkeit von 0,25 m/sec. einem Tier. Zwischen diesem Individuum und dem Beobachter befand sich keine andere Gemse. Es wurde versucht nur einmal pro Tag und Tier in einer Herde eine Näherung durchzuführen. Sobald das Tier begann sich wegzubewegen, wurde die Störung abgebrochen.

 

BEWERTUNGSMETHODEN, KRITERIEN

Verhaltensänderung, Fluchtdistanz

 

KONTROLLZUSTAND, AUSGANGSLAG