Bundesamt für Naturschutz

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Otte, U. (1994) Freizeitreiten - Chance oder Belastung? Artgerechte Pferdehaltung als Alternative für Landwirte


Diese Auswertung wurde erstellt von: FÖA Landschaftsplanung

 

SPORTARTEN

Reitsport

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN

  • Werden Pferde artgerecht gehalten, d. h. extensiv in Gruppenbeständen von nicht mehr als 20 Pferden bei mehreren Landwirten mit einer verfügbaren Fläche von rund 1 ha pro Pferd, führt dies zu einer Verteilung auftretender Belastungen. Außerdem sind Reiter, die ihr Pferd in einem Betrieb ohne Reithalle bzw. ohne drainierten Reitplatz unterstehen haben, nicht gezwungen bei jedem Wetter ihr Pferd im Gelände zu reiten, da es sich mit seinesgleichen selber bewegt.
  • Die Gruppenauslaufhaltung ist sowohl im Hinblick auf die Investitions-wie auch die Betriebskosten (u. a. können Altgebäude problemlos genutzt werden) die kostengünstigste Form der Pferdehaltung.
  • Insbesondere Milchviehbetriebe mit ausreichend Grundbesitz an Grünland eignen sich zur Umstellung auf Pensionspferdehaltung. Weidepflege gestaltet sich in Kombination mit Rindern besonders günstig.
  • Belastungen der Umwelt durch Freizeitreiten treten auf bei steigender Reiterzahl, bei größeren Reitergruppen sowie bei fremden Reitern, also im Umkreis größerer Reitbetriebe (Anfänger, Feriengäste).
  • Die Anlage von unbefestigten Reitwegen an Ackerrändern wird als ökologischer Gewinn gewertet (Ruderalflora, Entzug von Intensivfläche).
  • Eine stellenweise Trennung von Fuß- und Reitwegen ist wünschenswert. Ebenso die Freigabe abgeernteter, gefrorener Nutzflächen sowie deren Randstreifen - hier auch während der Vegetationsperiode.

BEZUG/QUELLE

Diese Publikation ist in der Präsenzbibliothek "Natursportinfo" im Freihandbereich der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln einsehbar, wie übrigens die meisten in der Datenbank aufgeführten Publikationen. Die Arbeiten sind dort entsprechend ihrer Kennung (ID-Nummer, hier 278) sortiert.
Bestellungen sind gegen Gebühr möglich mit Mail an natursportinfo@dshs-koeln.de unter Angabe der Kennung (ID-Nummer).

 

 


UNTERSUCHUNGSGEBIET (Geo-Objekt, Naturraum, Bundesland)

Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Bayern

 

UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse)

Befragung von 22 landwirtschaftlichen Umstellungsbetrieben, 14 ReiterInnen sowie 14 Experten

 

BEWERTUNGSMETHODEN, KRITERIEN

Reitwegenetz

 

KONTROLLZUSTAND, AUSGANGSLAGE

Keine Angabe


EINWIRKUNGSDAUER

ganzjährig

 

EINWIRKUNGSART

Vegetationsschäden, Eutrophierung

 

EINWIRKUNGSGRAD

Pferde in größeren Gruppen

 

ART DER BEEINTRÄCHTIGUNG/AUSWIRKUNG

Beschädigung von unbefestigten (oder auch frisch aufgekiesten befestigten) Wegen durch Pferdehufe, v. a. bei nasser Witterung

Beschädigung land- und forstwirtschaftlicher Nutzflächen und Rainen durch Pferdehufe

Eutrophierungserscheinungen

Störung/Bedrängnis anderer Erholungssuchender bei zu nahem Vorbeireiten.