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Neukam, Doris (2004) Das Konfliktfeld Klettern in außeralpinen Felsgebieten - Strategien zur langfristigen Regelung eines räumlichen Konfliktes am Beispiel des Nördlichen Frankenjuras


Diese Auswertung wurde erstellt von: Bianca Quardokus

 

SPORTARTEN

Klettern, Landgebundener Sport

 

INHALT

In dieser Diplomarbeit wird die derzeit im Nördlichen Frankenjura in der Umsetzung befindliche Kletterkonzeption analysiert und auf ihre Stärken und Schwächen in der alltäglichen und langfristigen Regelung von räumlichen Nutzungskonflikten um den Klettersport hin evaluiert. Daraus werden konkrete Lösungsbausteine entwickelt, wie Effektivität und langfristige Zukunftsfähigkeit der Kletterkonzeptionen im Frankenjura gesteigert bzw. gesichert werden können. Das Klettergebiet des Nördlichen Frankenjura ist mit seinen Weißjura-Kalkfelsen des oberen Malm das größte und stärksten frequentierte Klettergebiet in den deutschen Mittelgebirgen.
Im Wesentlichen baut die Arbeit auf den empirischen Methoden der Literaturanalyse und des Experteninterviews auf. Diese werden in der Untersuchung zum einen mit besonderem Augenmerk auf die vier wichtigsten Dimensionen der Konfliktanalyse -Konfliktgegenstand, Konfliktparteien, Zielvorstellungen bzw. Konfliktstrategien und Konfliktlösungsansätze- angewandt. Zum anderen werden beide methodischen Vorgehensweisen im Hinblick auf vorangestellte Forschungsfragen und Thesen fokussiert angewandt, wodurch insbesondere im Rahmen der Experteninterviews die Stärken und Schwächen der fränkischen Kletterkonzeption herausgearbeitet werden.
Darüber hinaus wurde als Hintergrundinformation eine laufende Analyse von führenden deutschsprachigen Internet-Foren zum Thema Klettern durchgeführt.

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN

Der im Nördlichen Frankenjura eingeschlagene Lösungsweg zur umfassenden Regelung des Konfliktfeldes um das Felsklettern hat sich in der Anwendungspraxis und hinsichtlich seiner Akzeptanz bewährt. Er zeigt, dass eine naturverträgliche Lenkung des Kletterbetriebes über eine freiwillige Selbstbeschränkung der Sportler durchgesetzt werden kann.