Bundesamt für Naturschutz

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Meredith, P. (1990) Encounters between Wedge-tailed Eagles and hang-gliders


Diese Auswertung wurde erstellt von: FÖA Landschaftsplanung

 

INHALT

Die Publikation enthält eine Sammlung von Berichten über das Zusammentreffen von Drachenfliegern mit Greifvögeln, speziell dem Keilschwanzadler in Australien.

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN

  • Auch wenn der Fokus der Publikation bei den Attacken von Keilschwanzadlern gegen das Flugerät liegt, stellt der Autor fest, dass es generell keine Konflikte zwischen Adlern und Flugdrachen gibt. Beide nutzen die Thermik, und Drachenflieger manövrieren sich in Bereiche, in denen Adler eine Thermik nutzen. Nach Beobachtungen des Autors gilt dies auch für Adler, die gezielt Bereiche anfliegen, in denen Drachenflieger mit der Thermik aufsteigen. Meist nutzen beide "friedlich" dieselbe Thermik.
  • Es gibt jedoch Beobachtungen, in denen Keilschwanzadler aggressiv gegenüber dem Fluggerät reagieren, dieses teilweise mehrfach hintereinander attackieren und teilweise auch beschädigen. Jedoch gibt es keine Hinweise darauf, aus welchem Grund bzw. unter welchen Rahmenbedingungen die Attacken erfolgen.
  • Die Drachenflieger werden aufgefordert, Attacken detaillierter zu beschreiben (u.a. Form und Farbe der Flugdrachen, Nähe zu Adlerhorsten, Jahreszeit (Brutzeit mit einer verstärkten Konkurrenz um Nahrungsressourcen).

BEZUG/QUELLE

Diese Publikation ist in der Präsenzbibliothek "Natursportinfo" im Freihandbereich der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln einsehbar, wie übrigens die meisten in der Datenbank aufgeführten Publikationen. Die Arbeiten sind dort entsprechend ihrer Kennung (ID-Nummer, hier 1540) sortiert.
Bestellungen sind gegen Gebühr möglich mit Mail an natursportinfo@dshs-koeln.de unter Angabe der Kennung (ID-Nummer).


UNTERSUCHUNGSGEBIET (Geo-Objekt, Naturraum, Bundesland)

verschiedene Regionen in Australien

 

UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse)

Deskription

 

BEWERTUNGSMETHODEN, KRITERIEN

Kriterien

 

KONTROLLZUSTAND, AUSGANGSLAGE

Ausgangslage


BEMERKUNGEN

Diese Arbeit enthält keine empirischen störökologischen Ergebnisse. Jedoch lässt sich zweierlei ableiten: (A) In den großräumigen Landschaften Australiens ist eine weitgehend konfliktfreie Koexistenz zwischen Drachenfliegern und Adlern wahrscheinlich der Regelfall. (B) Konflikte treten auf, wenn eine individuelle Disposition bei einem Adler vorliegt oder wenn störempfindliche Habitatbestandteile (v. a. Horste) von Drachenfliegern angeflogen werden.

Auf der individuellen Ebene des Vogels kann es bei entsprechender Disposition (Attacken gegen das Fluggerät werden ausgeführt) zu stressbedingten Herzfrequenzerhöhungen kommen. Dies gilt im übrigen wahrscheinlich noch stärker für die Drachenflieger, die befürchten, dass Beschädigungen am Flugerät zum Absturz führen - ein solcher Fall, der jedoch nicht tödlich endete, wird beschrieben. Generell dürften die Antagonien zwischen Adler und Drachenflieger jedoch kaum störökologisch relevant sein, da sich Greifvögel auch untereinander auf ähnliche Weise attackieren.