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Krüger, Thorsten: Zum Einfluss von Kitesurfen auf Wasser- und Watvögel – eine Übersicht


Diese Auswertung wurde erstellt von: Ramona Hoffmann

 

SPORTARTEN

Kitesurfen

INHALT

Der Autor fasst in dieser Veröffentlichung zahlreiche, zum Teil unveröffentlichte Literatur zu der Thematik des Kitesurfens in Bezug auf Störungen auf Wasser und Wattvögel zusammen. Dabei werden sowohl die Auswirkungen und Reaktionen der Vögel beschrieben, als auch näher auf auszuweisende Pufferzonen eingegangen.

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN

Kitesurfen stellt eindeutig eine Störung für zahlreiche Wasser- und Watvögel dar. Besonders in Schutzgebieten ist daher ausgiebig zu prüfen ob eine Erlaubnis zum Kitesurfen als sinnvoll zu erachten ist. Zudem empfiehlt der Autor einen engeren Dialog mit den Kitesurfern zu führen, um so Informationen weiterzugeben und Akzeptanz für Schutzmaßnahmen für die Vögel zu schaffen. Oft fehlt es denn Sportlern an dem nötigen Wissen um zu verstehen, dass sie die vor Ort lebenden oder rastenden Vögel massiv stören.

BEZUG/QUELLE

 Thorsten Krüger

NLWKN – Staatliche Vogelschutzwarte –

Betriebsstelle Hannover-Hildesheim

Göttinger Chaussee 76 A

30453 Hannover


UNTERSUCHUNGSGEBIET (Geo-Objekt, Naturraum, Bundesland)

Küstenlebensräume (Nordsee, Ostsee, Südpazifik mit Ästuaren, Watten, Salzwiesen und Stränden), große Binnengewässer

UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse)

17 Studien aus fünf Nationen wurden ausgewertet und anhand dieser versucht allgemeingültige Aussagen zu treffen.

BEWERTUNGSMETHODEN, KRITERIEN

Berücksichtigt wurden hierbei allgemeine Aussagen zu der Thematik, Fluchtdistanzen und artspezifische Unterschiede in dieser sowie ein Vergleich zu anderen Störquellen im Freizeitbereich und Pufferzonen.


EINWIRKUNGSDAUER

Der Störeffekt hält länger an als die Störung an sich. So brauchen die Bestände teilweise mehr als einen Tag um sich zu erholen.

EINWIRKUNGSART

Scheuch- und Störwirkung

EINWIRKUNGSGRAD

Die Störempfindlichkeit unterscheidet sich sowohl zwischen den einzelnen Arten, als auch zwischen den einzelnen Individuen einer Art. Um den Einwirkungsgrad so gering wie möglich zu halten müssen die Alarmdistanzen eingehalten werden, wenn diese nicht bekannt ist muss zur Fluchtdistanz ein zusätzlicher Puffer berechnet werden. Die Fluchtdistanz kann je nach Art zwischen bis zu 2.000 m betragen.

TIERART & ART DER BEEINTRÄCHTIGUNG/AUSWIRKUNG

Wasser- und Watvögel.