Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Jeffery, R. G. (1987) Influenz of human distrubance on the nesting success of African black oustercatchers


Diese Auswertung wurde erstellt von: FÖA Landschaftsplanung

 

SPORTARTEN

Erholung am Gewässer, Golf

INHALT

Zwischen 1971 und 1985 wurde der Bruterfolg des Schwarzen Austerfischers an einem 12 km langen Strandabschnitt untersucht. In die Auswertung der Daten wurde aus methodischen Gründen nur die Periode zwischen 1978 und 1985 einbezogen.

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN

Die Zunahme der Frequentierung eines Strandabschnittes durch allradgetriebene Fahrzeugte führte dazu, dass der Bruterfolg beim Schwarzen Austernfischer auf Null absank.

BEZUG/QUELLE

Diese Publikation ist in der Präsenzbibliothek "Natursportinfo" im Freihandbereich der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln einsehbar, wie übrigens die meisten in der Datenbank aufgeführten Publikationen. Die Arbeiten sind dort entsprechend ihrer Kennung (ID-Nummer, hier 2709) sortiert.
Bestellungen sind gegen Gebühr möglich mit Mail an natursportinfo@dshs-koeln.de unter Angabe der Kennung (ID-Nummer)


UNTERSUCHUNGSGEBIET (Geo-Objekt, Naturraum, Bundesland)

Cape Agulhas, Südafrika

 

UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse)

Im Abstand von 2-3 Wochen wurden während der Brutperiode Nester, Gelege, Anzahl der Jungen und Nachgelege erfasst.

 

BEWERTUNGSMETHODEN, KRITERIEN

Aufgrund der Beobachtung, dass die Spuren von allradgetriebenen Fahrzeugen am Strand zunehmen, wurde der Bruterfolg mit der Anzahl der regional verkauften Geländefahrzeuge zueinander in Bezug gesetzt.

 

KONTROLLZUSTAND, AUSGANGSLAGE

Zwischen 12 und 19 Reviere des Schwarzen Austernfischers waren entlang des Küstenabschnitts ausgebildet. Die Nester waren ncht gleichmäßig verteilt, sondern wurden bevorzugt in Strandbereichen angelegt, die durch einen Wechsel von Sand- und Felsstrand charakterisiert waren. Geländefahrzeuge fuhren entlang des gesamten Strandes auf und ab.

 

 


EINWIRKUNGSDAUER

während der gesamten Brutperiode

 

EINWIRKUNGSART

Überrollen der Gelege durch Geländefahrzeuge

 

EINWIRKUNGSGRAD

Reduzierung des Bruterfolges auf Null

TIERART ART DER BEEINTRÄCHTIGUNG/AUSWIRKUNG
Schwarzer Austernfischer (Haematopus moquini) Zwischen 1978 und 1985 blieb die Zahl der Brutpaare in etwa konstant.
Die Zahl der in der Cape Provinz verkauften Allradgetriebenen Fahrzeuge nahm im selben Zeitraum von 254 auf 8928 zu. Gleichzeitig wurde eine zunehmende Frequentierung des Strandabschnittes durch solche Fahrzeuge beobachtet.
Natürliche Faktoren, die zum Verlust von Nestern führten, waren Springfluten oder Winderosion, die die Eier oder Nestunterlagen wegspülten bzw. erodierten.
Auch wurden Nester durch Eiersammler, spielende Kinder sowie durch in unmittelbare Nestnähe picknickende Personen oder Angler zerstört bzw. infolge der Störung wurde das Küken von Möwen gefressen.
Obwohl einige der Vögel insgesamt drei Gelege (in 70 % mit je zwei Eiern, sonst meist 1 Ei) produzierten, stieg der Bruterfolg nicht über 0,5 Küken/Gelege an, sondern sank auf 0. Der Autor vermutet deshalb, dass neben den natürlichen Verlustfaktoren und den nicht auf Fahrzeuge zurückzuführenden Verlustfaktoren, die Geländefahrzeuge ausschlaggebend für den Mißerfolg der Bruten waren. Es ist davon auszugehen, dass die Geländefahrzeuge über die Gelege gefahren sind.

 Ar