Bundesamt für Naturschutz

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Huber, B.; Ingold, P. (1991) Bestand und Verteilung der Territorien des Alpenschneehuhns Lagopus mutus am Augstmatthorn BE


Diese Auswertung wurde erstellt von: FÖA Landschaftsplanung

 

SPORTARTEN

Wandern, Gleitschirmfliegen

 

INHALT

Im Zusammenhang eines Forschungsprojektes "Tourismus und Wild" wurden Grundlagen der Habitatnutzung beim Alpenschneehuhn (Lagopus mutus) erhoben.

 

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN

"Im Gebiet Augstmatthorn herrscht ausschließlich Sommertourismus. Dieser setzt zu einem Zeitpunkt ein, da die Territorien bereits etabliert sind (Ende Mai/Anfang Juni). Auch befinden sich die Wanderwege weitgehend am Rand der für Schneehühner wichtigen Abschnitte. Eventuell werden führende Hennen durch den Wanderbetrieb von der Nutzung zusätzlicher, an die Territorien anschließender Gebiete abgehalten. Dafür sprechen Beobachtungen, wonach bei schlechtem Wetter, wenn sich keine Wanderer im Gebiet aufhalten, Hennen mit Jungen auch an anderen Orten beobachtet werden konnten. Offen bleibt, inwieweit die Schneehühner durch Flugobjekte (z. B. tieffliegende Helikopter, Gleitschirme) gestört worden können. Einen Einfluss auf die Verteilung der Territorien in einem Gebiet könnte der Wintertourismus haben. Auffällig ist jedenfalls, dass sich im Aletschgebiet die nicht von Schneehühnern besiedelten SE-Hänge mit den vom Wintertourismus am stärksten belasteten Gebieten praktisch decken (Bossert 1977). In Grindelwald gibt es Hinweise, dass in Gebieten ohne Wintertourismus die Bestandsdichte höher ist als in solchen mit einer starken Belastung. Im Jagdbanngebiet Augstmatthorn mit seiner hohen Bestandsdichte stellten wir keinen Wintertourismus fest."

 

BEZUG/QUELLE

Diese Publikation ist in der Präsenzbibliothek "Natursportinfo" im Freihandbereich der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln einsehbar, wie übrigens die meisten in der Datenbank aufgeführten Publikationen. Die Arbeiten sind dort entsprechend ihrer Kennung (ID-Nummer, hier 1205) sortiert.
Bestellungen sind gegen Gebühr möglich mit Mail an natursportinfo@dshs-koeln.de unter Angabe der Kennung (ID-Nummer).


UNTERSUCHUNGSGEBIET (Geo-Objekt, Naturraum, Bundesland)

Augstmatthorn, Berner Voralpen, nordöstlich von Interlaken, Schweiz

 

UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse)

Parallele Kartierung von Aufenthaltsort und Verhalten der Alpenschneehühner durch 2-5 Beobachter an 6 Untersuchungstagen.

 

BEWERTUNGSMETHODEN, KRITERIEN

Deduktion, Diskussion

 

KONTROLLZUSTAND, AUSGANGSLAGE

Gebiet ohne (größere) touristische Aktivitäten.

 

 


EINWIRKUNGSDAUER

EINWIRKUNGSART

 

EINWIRKUNGSGRAD

 

BEMERKUNGEN

Die Studie liefert keine originären bzw. empirische Daten zu möglichen Interaktionen zwischen Freizeitaktivitäten und Alpenschneehuhn. Im Rahmen der Diskussion der Ergebnisse wird - deduktiv abgeleitet - die hohe Revierdichte auch auf die Störungsfreiheit der Population im Untersuchungsgebiet zurückgeführt (siehe Schlussfolgerungen des Autors, s. o.).