Bundesamt für Naturschutz

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Freuler, B. (1998): Schneeschuhlaufen und Lenkungsmassnahmen: Ein Pilotprojekt in der Region Ibergeregg-Alpthal

Diese Auswertung wurde erstellt von: Jannes Bayer

 

SPORTARTEN

Schneeschuhwandern

 

INHALT

Wie andere Freizeitaktivitäten in Natur und Landschaft erfreut sich auch das Schneeschuhlaufen wachsender Beliebtheit. Besonders in störsensiblen Gebieten kann diese Sportart allerdings zu bedeutenden negativen Auswirkungen auf störungsempfindliche Wildtiere führen. Im Auftrag des Amtes für Wald, Jagd und Fischerei des Kantons Schwyz wurde deshalb ein Pilotprojekt in der Region Ibergeregg durchgeführt. Diese ist beispielhaft für zunehmendes Schneeschuhläuferaufkommen einerseits und sensible Wildgebiete andererseits. Ziel dieses Pilotprojekts war die Konzentrierung der Sportler auf die eigens beschilderten Routen und die Beantwortung der Frage nach der Wirksamkeit angebrachter Infotafeln.

 

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN

Die Befragung unter den Sportlern hat ergeben, dass ein konkretes Routenangebot und die Einrichtung von Wildruhezonen auf gute Akzeptanz bei den Schneeschuhläufern stoßen. Informative Zusatztafeln erhöhen außerdem die lenkende Wirkung von ausgewiesenen Routen.

Eine wichtige Erkenntnis bestand aber auch darin, dass sich die Sportler zumeist an ihre kurzfristig geplante Tour und deren Routenverlauf halten, so dass eine Information und Sensibilisierung zu einem Gebiet schon vor der Tourenplanung erfolgen sollte. Dabei wiederum ist zu beachten, dass offizielle und entsprechend bekannt gemachte Routen zusätzliche Besucher anziehen. In besonders störsensiblen Räumen sollte deshalb auf eine groß angelegte Routenwerbung verzichtet werden, vielmehr können durch die Ausschilderung attraktiver Routen in weniger sensiblen Gebieten Wildlebensräume entlastet werden.

 

BEZUG/QUELLE

Diese Publikation ist in der Präsenzbibliothek "Natursportinfo" im Freihandbereich der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln einsehbar, wie übrigens die meisten in der Datenbank aufgeführten Publikationen. Die Arbeiten sind dort entsprechend ihrer Kennung (ID-Nummer, hier 3004) sortiert.

Bestellungen sind gegen Gebühr möglich mit Mail an natursportinfo@dshs-koeln.de unter Angabe der Kennung (ID-Nummer)

 

 

METHODEN

UNTERSUCHUNGSGEBIET (Geo-Objekt, Naturraum, Bundesland)

Das Projekt wurde in der Moorlandschaft der schweizerischen Region Ibergeregg-Alpthal durchgeführt.

 

UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse)

Ausschilderung von vier unterschiedlich langen Routen und systematische Evaluierung ihrer Besucherlenkenden Wirkung durch Erfassung von Spuren sowie durch Zählung der Schneeschuhläufer im Winter 2005/2006. Außerdem fand am Ende der Saison eine Befragung unter Schneeschuhläufern und involvierten Touristikern statt.

 

BEWERTUNGSMETHODEN, KRITERIEN

Ziel des Projekts war die Konzentrierung der Sportler auf die beschilderten Routen und die Beantwortung der Frage nach der Wirksamkeit von Infotafeln.

 

 

ERGEBNISSE

ART DER BEEINTRÄCHTIGUNG/AUSWIRKUNG

Keine störökologische Arbeit

 

ÜBERTRAGBARKEIT AUF ÄHNLICHE LEBENSRÄUME?

Viele der gewonnen Informationen über Gewohnheiten und Verhalten von Schneeschuhläufern können auch auf andere Regionen übertragen werden. Eine individuelle Beachtung lokaler Begebenheiten ist dennoch in weitere Projekte einzubeziehen.

 

BEMERKUNGEN

Zur Ergebnisdarstellung siehe Inhalt: Schlussfolgerungen des/der Autor(inn)en.