Bundesamt für Naturschutz

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Fox, T. (1993): A preliminary study of the effects of disturbance on feeding Wigeon grazing on Eel-grass Zostera

Diese Auswertung wurde erstellt von: FÖA Landschaftsplanung   

 

SPORTARTEN

Erholung am Gewässer, Wandern/Geländelauf

 

INHALT

Es wird versucht, die Zeitsumme (Aktivitätsbudget) zu ermitteln, die Pfeifenten in Ästuaren, die dem Gezeiteneinfluss unterliegen, zur Verfügung steht, um Seegras zu fressen; diese Nahrungsquelle ist jedoch nur bei bestimmten (Flach-)Wasserständen verfügbar und wird deshalb in hoher Intensität genutzt. Weiterhin wird die Nahrungsaufnahme am Tag und während der Nacht verglichen, um feststellen zu können, ob während der Nacht eine Kompensation von am Tag störungsbedingt ausgefallenen Nahrungsaufnahmen möglich ist.

 

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN

Vergleichende Studien ergaben, dass der tägliche Nahrungsbedarf der Pfeifente bei ca. 600 KJ liegt; diese Nahrungsmenge wird bei einer auf Seegras basierenden Nahrungsaufnahme mit geringerem Aufwand erreicht, als bei Tieren, die terrestrisch Agrostis oder Lolium-Gräser fressen. Störungen führten pro ca. 2 stündigem Nahrungsaufnahmezyklus zu einer Reduzierung der aufgenommenen Nahrung um ca. 30 bis 50 %. Gravierend sind v. a. Störungen während der Tide- bzw. Wasserstandsphasen, in denen die Pfeifenten stehend Nahrung aufnehmen müssen. Da Pfeifenten, aufgrund der Anatomie ihres Magens, Nahrung nur sehr ineffizient nutzen, benötigen sie große Nahrungsmengen und lange Zeiträume zur Nahrungsaufnahme. Verglichen mit anderen Untersuchungsgebieten steht im Studiengebiet eine um ca. 1/3 reduzierte, maximale Nahrungsaufnahmezeit von ca. 8,5 Stunden zur Verfügung. Deshalb wirken sich hier Störungen stärker negativ aus als in Gebieten, in denen die Nahrungsverfügbarkeit besser ist. Auch wenn vom Zugverkehr Störungen ausgehen, so führt die Existenz der Gleise zu einer Unzugänglichkeit des Studiengebietes am Exe-Ästurar und einer weitgehenden Störfreiheit durch andere menschliche Aktivitäten. Im Gegensatz zum Studiengebiet haben in anderen britischen Nahrungsgebieten, nach Einschätzung der Autoren, Störungen der Nahrungsaufnahmezyklen durch Erholungsaktivitäten bereits zu einem signifikanten Rückgang der Population der Pfeifente geführt.

 

 

METHODEN