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Fischer, Stefan (1994): Zum Einfluß menschlichen Freizeitverhaltens auf die Brutvogelgemeinschaft Südostberliner Seen

Diese Auswertung wurde erstellt von: Institut für Landschaftsentwicklung, TU Berlin   

 

SPORTARTEN

Kanu, Kajak, Rudern, Segeln, Surfen, Wassersport

 

INHALT

Der Beitrag enthält eine Zusammenstellung der Beobachtungen zu Auswirkungen von Wassersport auf Vogelarten der Verlandungsvegetation der Seen im System von Spree und Dahme im Südosten Berlins. Dabei werden für einzelne Arten Verhalten und Reproduktionserfolg anhand von Literaturzitaten diskutiert und mit eigenen Beobachtungen unterlegt.

Zur Erhaltung der Reichhaltigkeit der Wasservogelgemeinschaft werden Maßnahmen zur Reduzierung und räumlichen Lenkung des Wassersports vorgeschlagen.

 

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN

Einfluß menschlichen Freizeitverhaltens ist nach Vogelarten differenziert zu betrachten:

  • Für Trauerseeschwalben wurden deutliche Brutausfälle durch Störungen belegt.
  • Andere Arten scheinen zumindest teilweise Störungen zu tolerieren und Synanthroposierungstendenzen zu zeigen.
  • Seddinsee, Wernsdorfer See, Krossinsee, Großer Zug, Große Krampe, Langer See, Müggelsee, Mittelmärkisches Plattenland, Berlin
  • Seensystem von Spree und Dahme

UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse)

  • Seddinsee, Wernsdorfer See, Krossinsee, Großer Zug, Große Krampe, Langer See, Müggelsee, Mittelmärkisches Plattenland, Berlin
  • Seensystem von Spree und Dahme

 

BEZUG/QUELLE

Staatsbibliothek, Haus 2

Potsdamer Str. 33

10 785 Berlin

Diese Publikation ist in der Präsenzbibliothek "Natursportinfo" im Freihandbereich der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln einsehbar, wie übrigens die meisten in der Datenbank aufgeführten Publikationen. Die Arbeiten sind dort entsprechend ihrer Kennung (ID-Nummer, hier 149) sortiert.

Bestellungen sind gegen Gebühr möglich mit Mail an natursportinfo@dshs-koeln.de unter Angabe der Kennung (ID-Nummer)

 

METHODEN

UNTERSUCHUNGSGEBIET (Geo-Objekt, Naturraum, Bundesland)

UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse)

  • Haubentaucher, Bleßralle: Einzelbeobachtungen
  • Trauerseeschwalbe, Drosselrohrsänger: Zeitreihenanalyse, ca. 3 Jahre

BEWERTUNGSMETHODEN, KRITERIEN

Verlassen der Gelege

 

KONTROLLZUSTAND, AUSGANGSLAGE

  • an Untersuchungsgewässern 15 brütende Wasservogel- und Röhrichtbrüterarten, davon 7 der Roten Liste Berlins
  • für untersuchte Arten: im Untersuchungsgebiet 50 % des Gesamtbestandes Berlins

ERGEBNIS

EINWIRKUNGSDAUER

keine Angaben

 

EINWIRKUNGSART

keine Angaben

 

EINWIRKUNGSGRAD

keine Angaben

 

ART DER BEEINTRÄCHTIGUNG/AUSWIRKUNG

Haubentaucher-Podiceps cristatus:

  • auf freischwimmenden Nestern brütende Haubentaucher: kein Verlassen des Nestes bei Annäherung mit Paddelboot, Greifen brütender Vögel zwecks Beringung auf dem Nest möglich
  • in dichter Vegetation nistenden Vögel: Verlassen des Nestes bei Annäherung, dabei vor der Flucht Abdecken des Geleges mit Nistmaterial
  • Aussagen zur Fitneß nicht möglich, da systematische Daten zur Reproduktion fehlen

Bleßralle-Fulica atra

  • Brut im UG sowohl im Schilf als auch ungedeckt
  • erfolgreiche Brut in einem ins Wasser hängenden (ungedeckten) Ast direkt neben einem stark frequentierten Seglerhafen beobachtet
  • Beobachtung von Aggressionen seitens der Vögel: meist normales Abwehrverhalten am Nest, aber auch Angriffe gegen den Beobachter
  • Greifen der Vögel zwecks Beringung auf dem Nest bzw. in dessen näherer Umgebung möglich

Trauerseeschwalbe-Chlidonias niger

  • Brutzeit: Vögel äußerst störungsempfindlich: Flucht vom Gelege bei Annäherung auf ca. 30m
  • Jungenaufzucht: häufiges Aussetzen der Fütterung durch von am Kolonierand sitzende Angler und Sonnenbader verursachte Störreize
  • Warnung der Jungvögel durch Altvögel: verlassen dann häufig Nestinsel und verklammen, zumindest ein Todesfall bei Jungvogel auf diese Weise belegt

Drosselrohrsänger-Acrocephalus arundinaceus

  • bisher kein Nachweis von Individuenverlusten durch Paddler oder Ruderboote, Hauptverlustursachen im Untersuchungsgebiet: Witterung und mangelnde Halmqualität

ÜBERTRAGBARKEIT AUF ÄHNLICHE LEBENSRÄUMEß

keine Aussage