Bundesamt für Naturschutz

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Creel, Scott; Fox, Jennifer E.; Hardy, Amanda; Sands, Jennifer; Garrott, Bob; Peterson, Rolf O. (2002): Snowmobile activity and glucocorticoid stress responses in wolves and elk


Diese Auswertung wurde erstellt von: Jannes Bayer   

  

SPORTARTEN 

Wintersport 

  

INHALT 

Um die Stressreaktionen von Elchen und Wölfen auf Schneemotorschlitten zu ermitteln, wurden in den Wintern von 1998 bis 2000 Kotproben der Tiere in drei amerikanischen Nationalparks gesammelt. Grund für die Studie war die Diskussion über ein generelles Verbot solcher Schlitten in amerikanischen Nationalparks.  

  

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN 

Die Untersuchung zeigt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Schneemotorschlitten und den Stressreaktionen von Elchen und Wölfen. Hinweise für eine negative Beeinflussung der Population beider Tierarten konnten in den untersuchten Gebieten aber nicht festgestellt werden.

Des Weiteren wird betont, dass die Messung der Glukokortikoid-Konzentration eine einfache und effiziente Methode ist, mit deren Hilfe Informationen und auch Entscheidungen in Bezug auf das Management von menschlichen Aktivitäten und wild lebende Tiere gefunden werden können.

 

BEZUG/QUELLE 

Diese Publikation ist in der Präsenzbibliothek "Natursportinfo" im Freihandbereich der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln einsehbar, wie übrigens die meisten in der Datenbank aufgeführten Publikationen. Die Arbeiten sind dort entsprechend ihrer Kennung (ID-Nummer, hier 2976) sortiert.

Bestellungen sind gegen Gebühr möglich mit Mail an natursportinfo@dshs-koeln.de unter Angabe der Kennung (ID-Nummer)

Methoden

UNTERSUCHUNGSGEBIET (Geo-Objekt, Naturraum, Bundesland)  

Untersuchungen zu den Elchen wurden im Yellowstone Nationalpark (Wyoming), Untersuchungen zu Wölfen außer im Yellowstone auch in den Nationalparks Voyageurs (Minnesota) und Isle Royale (Michigan) in den USA durchgeführt.  

  

UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse)  

Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Schneemotorschlitten-Aktivitäten und den daraus resultierenden Stressreaktionen von Elchen und Wölfen anhand des Hormons Glukokortikoid.  

  

BEWERTUNGSMETHODEN, KRITERIEN 

Konzentration des Stresshormons Glukokortikoid im Kot von Elchen und Wölfen.  

  

KONTROLLZUSTAND, AUSGANGSLAGE 

Um die ermittelten Werte vergleichen zu können, wurden bewusst die oben erwähnten Nationalparks ausgewählt, da sie sich bzw. die untersuchten Bereiche von ihnen hinsichtlich ihrer Nutzungsbestimmungen für Motorschlitten unterscheiden. So bestehen dort zum einen Gebiete, in denen Motorschlitten sehr verbreitet sind, zum anderen sind einige Gebiete für eben diese nur begrenzt oder gar nicht zugänglich. Des Weiteren wurden Proben nach der Motorschlitten-Saison gesammelt, während die Wege von Kraftfahrzeugen genutzt werden.  

 

Ergebnisse

EINWIRKUNGSDAUER 

Schneemotorschlitten-Saison in den Wintern von 1998 bis 2000. Die Länge der Saison variierte dabei in Abhängigkeit der Schneehöhe.  

  

EINWIRKUNGSART 

Schneemotorschlitten  

TIERART & ART DER BEEINTRÄCHTIGUNG/AUSWIRKUNG

Tierart: Elch, Wolf  

Mit zunehmender Anzahl an Schneemotorschlitten stieg auch die Glukokortikoid-Konzentration, was eine erhöhte Stressreaktion bedeutet.  

  

BEMERKUNGEN 

Um das Ergebnis nicht zu verfälschen und die Tiere keinem unnötigen Stress auszusetzen, wurden die Kotproben ausschließlich in Abwesenheit der Elche und Wölfe gesammelt.