Bundesamt für Naturschutz

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Daele, L.J.van; Daele, H.A.van (1982): Factors affecting the productivity of Ospreys Pandion haliaetus nesting in west central Idaho, USA


Diese Auswertung wurde erstellt von: FÖA Landschaftsplanung     

 

 

 

INHALT 

Über drei Jahre wurde eine Fischadlerpopulation untersucht, die im Durchschnitt 2,58 Eier legte, aus denen 1,37 Junge großgezogen werden konnten. Diese Reproduktionsrate wird als charakteristisch für eine "gesunde, anwachsende Population" angesehen. Faktoren (v. a. Neststandort, Nahrungsspektrum), die die Reproduktion beeinflussen, werden analysiert. 

  

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN 

Ein wesentlicher, positiv wirkender Faktor für den Anstieg der Populationsgröße ist die Nahrungsverfügbarkeit. Durch die Etablierung eines Schutzgebietes wurde diese deutlich verbessert, so dass die Population anwachsen konnte. Der Anstieg war möglich, obwohl im Untersuchungsgebiet seit den 1940er Jahren die Bevölkerung anwuchs und auch die Erholungsaktivitäten auf dem Cascade Reservoir zunahmen.

Fischadler werden als relativ anpassungfähig gegenüber menschlichen Störungen angesehen. Auch wenn der größte Reproduktionserfolg fern von Störquellen erzielt wurde, scheint eine Anpassung an Störquellen möglich zu sein, da auch einige Brutpaare nahe von Störquellen erfolgreich waren. Eine "Gewöhnung an menschliche Aktivitäten scheint von der Häufigkeit dieser Störungen abhängig zu sein": Dies wird auf eine individuelle Disposition bzw. Empfindlichkeit der Brutpaare gegenüber Störungen zurückgeführt; störungsempfindliche Brutpaare suchen sich weiter entfernt von menschlichen Störquellen Horstunterlagen als störungsunempfindliche Brutpaare. Weiterhin ist aber auch ultimator Faktor die Intensität der Bebrütung der Eier; normalerweise werden 99,5-100% der Tageslicht-Periode in erfolgreichen Nestern zur Bebrütung der Eier genutzt. Kommt es zu Störungen, wird die Bebrütungsdauer gekürzt; dies und Störungen in der frühen Phase der Nestlingszeit werden als wesentliche Faktoren diskutiert, die den Bruterfolg (negativ) beeinflussen können. "Bis es zu einer Gewöhnung an menschliche Aktivitäten kommt, können solche Aktivitäten den Bruterfolg gefährden." 

  

BEZUG/QUELLE 

Diese Publikation ist in der Präsenzbibliothek "Natursportinfo" im Freihandbereich der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln einsehbar, wie übrigens die meisten in der Datenbank aufgeführten Publikationen. Die Arbeiten sind dort entsprechend ihrer Kennung (ID-Nummer, hier 844) sortiert.

Bestellungen sind gegen Gebühr möglich mit Mail an natursportinfo@dshs-koeln.de unter Angabe der Kennung (ID-Nummer)

Methoden

UNTERSUCHUNGSGEBIET (Geo-Objekt, Naturraum, Bundesland)  

Cascade Reservoir (11.452 ha), Long Valley, Idaho, USA 

  

UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse)  

Erfassung der Produktivität vom Hubschrauber aus (2 Erfassungen im Juni/Juli); Analyse des Brutbaumes (u. a. Entfernung von Nahrungsbiotop und der nächsten "menschlichen Störung": Hauptstraße, Siedlung) 

  

BEWERTUNGSMETHODEN, KRITERIEN 

Reproduktionserfolg in Abhängigkeit von Habitatfaktoren 

  

KONTROLLZUSTAND, AUSGANGSLAGE 

Ausgangslage 

 

Ergebnisse

TIERART & ART DER BEEINTRÄCHTIGUNG/AUSWIRKUNG

Tierart: Fischadler (Pandion haliaetus) 

Die Produktivität wurde beeinflusst vom Neststand; auf stabilen Unterlagen (Nestplattformen, Strommasten) war die durchschnittliche Anzahl von Jungen höher als auf Baumstümpfen oder auf lebenden Bäumen, die jedoch als Horststandort (> 85 %) bevorzugt wurden.

Die Produktivität war in Entfernungen von mehr als 1,5 km von menschlichen Störquellen signifikant höher als in Entfernung < 0,5 bzw.

Die Entfernung eines Horstes vom Nahrungsbiotop beeinflusste den Reproduktionserfolg nicht.