Bundesamt für Naturschutz

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Dietmann, T.; Kohler, U.; Lutz, G.; Glänzer, Ulrich (1999): Skipistenuntersuchung Bayern - eine Zwischenbilanz


Diese Auswertung wurde erstellt von: FÖA Landschaftsplanung     

  

 

SPORTARTEN 

Pistenskilauf (Ski Alpin) 

  

INHALT 

Seit 1990 wurden 24 der größeren bayerischen Skigebiete einer landschaftsökologischen Bestandsaufnahme unterzogen. Ziel und Inhalt der Untersuchungen war es, die Infrastruktur und den landschaftlichen Zustand nach einheitlichen Kriterien zu erfassen und aus ökologischer und landschaftsästhetischer Sicht zu bewerten.

In der vorliegenden Zwischenauswertung - mit einer Gesamtfläche von 1.904 ha - werden Themenkomplexe wie "Art und Umfang der Geländeeingriffe", "Art und Veränderung der Vegetation auf den Pistenflächen, Anteile naturnaher, schützenswerter Pflanzengesellschaften sowie die Regenerationsfähigkeit unterschiedlicher Gesellschaften nach Geländeeingriffen" und "Verteilung und Häufigkeit von Belastungen und Schäden" näher untersucht. Auf Basis der Auswertungen werden Aussagen über regelmäßig auftretende Belastungsmuster und Konfliktsituationen sowie Maßnahmen zur Vermeidung und Sanierung abgeleitet. Ferner erfolgen Hinweise und Empfehlungen, die bei der Zielsetzung eines "umweltverträglichen" Skigebietes beachtet werden sollen.  

  

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN 

Die Ergebnisse wurden für jedes Skigebiet in Form von Text und Karten in einem Gebietsordner dargestellt. Die Untersuchungsergebnisse sind für die Fachbehörden (z. B. Naturschutzbehörden) als Grundlage für Entscheidungen z. B. zu Modernisierungs-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen in bestehenden Skigebieten und als Entscheidungshilfe bei der Festlegung von Ausgleichsmaßnahmen von Interesse. Sie dienen aber auch den Betreibern der Skigebiete als Grundlage und Orientierungshilfe bei Pflege- und Sanierungsmaßnahmen.  

  

BEZUG/QUELLE 

Diese Publikation ist in der Präsenzbibliothek "Natursportinfo" im Freihandbereich der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln einsehbar, wie übrigens die meisten in der Datenbank aufgeführten Publikationen. Die Arbeiten sind dort entsprechend ihrer Kennung (ID-Nummer, hier 320) sortiert.

Bestellungen sind gegen Gebühr möglich mit Mail an natursportinfo@dshs-koeln.de unter Angabe der Kennung (ID-Nummer)

Methoden

UNTERSUCHUNGSGEBIET (Geo-Objekt, Naturraum, Bundesland)  

Bayerisches Alpengebiet  

  

UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse)  

Für 24 Skigebiete wurden auf 6.630 Flächen mit einer durchschnittlichen Größe von ca. 2.900 m² Daten erhoben. Diese und weitere im Gelände ermittelten Fakten wurden in 6.630 Datensätzen mit ungefähr 12.000 Merkmalsätzen in einer Datenbank verarbeitet.  

  

BEWERTUNGSMETHODEN, KRITERIEN 

Die Datenbank ermöglicht eine statistische Auswertung hinsichtlich Verteilung und Häufigkeit verschiedener Merkmalausprägungen. In digitaler Form vorliegende thematische Karten zu den einzelnen Skigebieten wurden zusätzlich visuell interpretiert. Sie erfüllten bei der Überprüfung der Ergebnisse eine wichtige Kontrollfunktion, indem sie einen Überblick über die einzelnen Skigebiete ermöglichen, Zusammenhänge von Geländeveränderungen und Schadenssituation darstellen und gebietsinterne Spezifika aufzeigen.  

  

KONTROLLZUSTAND, AUSGANGSLAGE 

Detaillierte Erfassung der Flächennutzung nach Abschmelzen der Schneedecke.

 

Ergebnisse

EINWIRKUNGSART 

Lärmemissionen  

  

EINWIRKUNGSGRAD 

Motoren der Aufzugsanlagen, der Pistenraupen und ggf. der Beschneiungs- sowie Beschallungsanlagen während des Skibetriebes führen zu einer teilweise hohen Geräuschkulisse.  

  

TIERART & ART DER BEEINTRÄCHTIGUNG/AUSWIRKUNG

Tiere wurden in der Untersuchung nicht berücksichtigt.  

 

ÜBERTRAGBARKEIT AUF ÄHNLICHE LEBENSRÄUME? 

Die dokumentierten Schäden an der Vegetation unter den Pisten bzw. im Bereich des zur Aufrechterhaltung des Skibetriebs notwendigen technischen Einrichtungen stehen meist "in Verbindung zu Flächenveränderungen und Baumaßnahmen bei der Anlage von Pisten und Liften." 


  • Flächen mit Veränderungen durch Planierungen und Aufschüttungen sind deutlich instabiler