Bundesamt für Naturschutz

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Cowgill, R.W. (1989): Nesting success of Least Terns on two South Carolina barrier islands, USA, in relation to human disturbance


Diese Auswertung wurde erstellt von: FÖA Landschaftsplanung     

  

SPORTARTEN 

Erholung am Gewässer 

 

 

INHALT 

Wirkung der zunehmenden Störungen durch Menschen auf den Bruterfolg der Antillen-Seeschwalbe. 

 

 

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN 

Störungen können zur Verlagerung einer Kolonie in eine mehr isolierte Region (somit auch störungsärmere Region) der Insel geführt haben. Jedoch zeigen Vergleiche mit Untersuchungen von 1975, dass der Hauptfaktor für einen schlechten Bruterfolg ungünstiges Wetter ist. 

Methoden

UNTERSUCHUNGSGEBIET (Geo-Objekt, Naturraum, Bundesland)  

Seabrook und Kiawah Island, 27 km S Charleston, South Carolina, USA 

 

UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse)  

Zwischen dem 26.4. und dem 20.7.1986 wurden drei Kolonien frühmorgens oder am späten Nachmittag untersucht. Die Anzahl der Eier und Küken sowie Verlustursachen wurden erhoben. 

 

BEWERTUNGSMETHODEN, KRITERIEN 

Bruterfolg 

 

KONTROLLZUSTAND, AUSGANGSLAGE 

Verglichen mit Untersuchungen von 1975 nahm der Anteil menschlicher Störungen in den Kolonien aufgrund einer ansteigenden Bevölkerungsdichte zu; sowohl Fußgänger als auch Kraftfahrzeuge, die sich am Strand bewegen, führen zu Störungen.

 

Ergebnisse

EINWIRKUNGSDAUER 

7 Störereignisse pro Stunde 

 

EINWIRKUNGSART 

Fahrzeuge 

 

TIERART & ART DER BEEINTRÄCHTIGUNG/AUSWIRKUNG

Tierart: Antillen-Seeschwalbe (Sterna antillarum)

Vollständige Zerstörung der Nester durch eine Springflut 

 

BEMERKUNGEN 

Der Autor vermutet, dass ansteigender Kfz-Verkehr am Strand zu einer Verlagerung des Koloniestandortes A führte, der dann einer Springflut zum Opfer fiel. Jedoch war der alte Koloniestandort A bereits am 2. Mai 1986 ebenfalls von einer Springflut betroffen, der neue Standort B am 22. Juni. Am Standort C dürften Baggerarbeiten ausschlaggebend für den Misserfolg gewesen sein. Generell geht er davon aus, dass zunehmende Freizeitaktivitäten die Seeschwalben nicht "entmutigt" haben zu brüten.

Der Autor betont die Brutorttreue der Antillen-Seeschwalbe; so kam es, dass zwischen 1987 und 1989 (dargestellt in einem Addendum) am Standort A, bei reduziertem Kfz-Verkehr am Strand, erfolgreich gebrütet wurde; in allen Jahren war die Kolonie jedoch klein (max. 16 Brutpaare). Standort B wurde nicht mehr genutzt. An Standort C etablierte sich im Jahre 1987 eine größere Kolonie (69 Brutpaare), die jedoch von einem Sturm vollständig zerstört wurde. Im folgenden Jahr wurde nur noch ein Nest, 1989 kein Nest mehr gefunden.

Anmerkung des Referenten: Diese Publikation ist wenig geeignet Effekte von menschlichen Störungen auf den Bruterfolg zu belegen. Sie ist aber insoweit von Interesse, als sie die signifikanten Faktoren aufzeigt, denen die Kolonien bereits ohne Störung unterworfen sind.