Bundesamt für Naturschutz

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Bach, L. (1994): Störungsbedingte Veränderung der räumlichen und zeitlichen Verteilung beim Seehund (Phoca vitulina) auf Måkläppen (Südschweden)


Diese Auswertung wurde erstellt von: FÖA Landschaftsplanung     

  
SPORTARTEN

Kanu, Kajak, Motorboot/ Wasserski/ Parasailing, Segeln, Wassersport

 
INHALT

Seit Anfang der 1970er Jahre nahmen anthropogene Aktivitäten im Küstenlebensraum des Seehundes zu. In dieser Arbeit werden langfristige Veränderungen, hervorgerufen durch Störungen, untersucht. 


SCHLUSSFOLGERUNGEN DES/DER AUTOR(INN)EN

Störungen führen über direkte Fluchtreaktionen hinaus zu einem veränderten Verhalten. Im Untersuchungsgebiet sind dies ein ständiger Wechsel zwischen Lokalitäten, auch der jungeführenden Muttertiere, und ein Abwandern von Tieren während der störungsintensiven Wochen. 


BEZUG / QUELLE

Diese Publikation ist in der Präsenzbibliothek "Natursportinfo" im Freihandbereich der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln einsehbar, wie übrigens die meisten in der Datenbank aufgeführten Publikationen. Die Arbeiten sind dort entsprechend ihrer Kennung (ID-Nummer, hier 575) sortiert.
Bestellungen sind gegen Gebühr möglich mit Mail an natursportinfo@dshs-koeln.de unter Angabe der Kennung (ID-Nummer)

Methoden

UNTERSUCHUNGSGEBIET (Geo-Objekt, Naturraum, Bundesland) 

Halbinsel Falsterbo, SW Schweden, Sandinsel Måkläppen 

  
UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse) 

Zwischen dem 2.6. und 10.9.1988 und dem 15.6. und 10.8.1989 wurden im stündlichen Rhythmus alle Seehunde im Untersuchungsgebiet gezählt. Es wurde unterschieden, ob sich die Tiere im Wasser oder an Land aufhielten. Parallel hierzu wurden alle potenziellen Störreize und das Verhalten der Seehunde notiert. 

  
BEWERTUNGSMETHODEN, KRITERIEN

Als Störung wurde gewertet, was das aktuelle Verhalten - meist Ruhen - der Seehunde bzw. der Seehundgruppe unterbricht. Zudem wurde das Verhalten bzw. die Nutzung der Sandbank von / durch 16 Mutter-Kind-Paare(n) individuell unterschieden. 

KONTROLLZUSTAND, AUSGANGSLAGE

An ungestörten Tagen kommen die Seehunde zwischen ca. 6.00 und 8.00 Uhr zum Ruhen auf die Sandbänke; diese Liegeplätze werden erst ab 19.00 Uhr nach und nach verlassen. 80% des Sandbankaufenthaltes besteht aus Ruhen. 

Ergebnisse

 

EINWIRKUNGSGRAD


  • 1988: Störungen an 51 von 53 Beobachtungstagen
  • 1989: Störungen an 23 von 46 Beobachtungstagen

 

TIERART UND ART DER BEEINTRÄCHTIGUNG / STÖRUNG

Tierart: Seehund


  • Veränderung des tageszeitlichen Verhaltens (Ruhen): Verlassen der Liegeplätze / Wiederaufsuchen der Liegeplätze; Verlassen der Liegeplätze / Schwimmen in der Nähe der Liegeplätze; Verlassen der Liegeplätze / Verlassen des Untersuchungsgebietes.
  • An störungsfreien Tagen nutzen die Seehunde die Liegeplätze ganztägig. An Tagen mit Störungen findet