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Reiher & Störche


Purpurreiher © Hans Glader, piclease
Foto: Purpurreiher © Hans Glader, piclease

Ordnung: Ciconiiformes (Schreitvögel)

Reiher und Störche sind langbeinige Stelzvögel, die keine Schwimmhäute zwischen ihren gut entwickelten Zehen besitzen. Die Storcharten, die bei uns vorkommen und brüten, sind der Weißstorch und der Schwarzstorch. Der  Weißstorch ist weniger scheu und brütet gern auf Gebäuden, während der  Schwarzstorch in Deutschland scheu und ein Waldbrüter ist. Insgesamt gibt es 17 Storcharten, von denen die meisten in Afrika leben.

Biologie von Reihern und Störchen

Aussehen

Insgesamt ist ihr Erscheinungsbild groß und schlank. Ihre langen Beine sind sehr gut an die langsam schreitende Fortbewegung im seichten Wasser oder auf Grünland angepasst. Sie haben lange, spitze, konische und gerade Schnäbel und Flügelspannweiten von 1,75 bis über 2 Metern. Damit zählen sie zu den größten heimischen Vögeln. Die Bürzeldrüse beider Storcharten ist im Gegensatz zu der verkümmerten Bürzeldrüse der Reiher gut entwickelt. Die Mittelzehe der Störche ist im Gegensatz zu derjenigen der Reiher nicht als Putzkralle gestaltet.

Fortpflanzung

Wenn die Jungen schlüpfen, besitzen sie bereits ein Dunenkleid. Vom ersten Tag an können sie sehen, aber meist erst nach zwei Wochen stehen. Sie sind typische Nesthocker.  Graureiher und  Weißstörche brüten kolonieartig, der  Schwarzstorch hingegen nur selten.

Nahrung

Störche suchen ihre Nahrung ähnlich wie Reiher: Sie waten in nicht zu tiefem Wasser oder lauern ihrer Beute am  Ufer oder im  Wasser stehend auf. Zur Brutzeit wird die Nahrung von den Altvögeln nicht in einem Kropf, sondern in einer erweiterten Speiseröhre und im Magen transportiert und den Jungen anschließend zur Fütterung hervorgewürgt („Reihern“). Reiher und Störche nehmen tierische Kost zu sich, die sie sowohl im Wasser als auch auf dem Land erbeuten.

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